Handball
HSG Eckbachtal setzt Plan zu spät um
Matchplan ist das neue Lieblingswort der Handballtrainer. Auch Trainer Thorsten Koch gab seiner Mannschaft solch einen Matchplan vor der Partie gegen die Südpfalztiger mit auf den Weg. Im Großen und Ganzen funktionierte dies dann auch, doch in der Anfangsviertelstunde gelang es eben nicht. So hatten die Gekkos auch in ihrem vorletzten Heimspiel mit 21:26 (12:16) das Nachsehen.
Trainer Thorsten Koch, der noch zwei Spiele lang die Verantwortung bei den Gekkos trägt, zeigte sich nach der Niederlage nicht unbedingt überrascht. „Wir wussten, dass sie meist mit einer recht offensiven Deckung operieren und wollten über die Einläufer von außen erfolgreich sein, doch meine Mannschaft suchte zu oft das Eins-gegen-eins, hier waren wir klar unterlegen.“ Koch meinte gar: Gefühlt haben wir nicht eine Eins-gegen-eins Situation für uns entscheiden können.“ So sah sich der scheidende Trainer früh gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Nach dem 0:4-Rückstand in der fünften Spielminute scharte er seine Mannschaft um sich und erinnerte an die Vorgaben.
Rouven Hahns starkes Comeback
Diese Auszeit schien zu fruchten, denn Simon Müsel und Jona Rogawski gelangen nun zwei Treffer für die Hausherren. Doch die Gäste, denen anzumerken war, dass sie noch Zähler für den Klassenerhalt benötigen, gaben abermals Gas. So stand es nach 13 gespielten Minuten 4:10 aus Sicht der Gekkos. Torhüter Rouven Hahn wollte seine Mannschaft wachrütteln und räumte das Feld für Tobias Schipper, der nach einer kurzen Auszeit aufgrund der Geburt seiner Tochter direkt wieder zu gewohnter Form fand. Dieses Zeichen zeigte Wirkung und so kämpften sich die Gekkos vor allem über die Abwehr wieder ins Spiel zurück.
Es gelang in Minute 21 gar, auf drei Treffer zu verkürzen, doch näher sollte die HSG nicht mehr herankommen. Koch attestierte seiner Mannschaft ab dieser Phase gar, das Spiel recht ausgeglichen gestaltet zu haben. Mit 12:16 ging es in die Halbzeitpause, die zweite Spielhälfte unterlagen die Gekkos gegen die Südpfalztiger mit 9:10 denkbar knapp. „Wir hatten einen Plan, doch wir erlaubten uns zu viele technische Fehler, so verpassten wir es das Spiel enger zu gestalten.“ Doch Koch gab auch unumwunden zu, dass die Gäste den Sieg mehr wollten. Ein Rätsel für ihn weiterhin, dass es im Trainingsbetrieb funktioniert, aber kaum werde ein Spiel angepfiffen, scheine das Selbstvertrauen abhanden zu kommen. Koch sprach hier auch die Schlussphase an, als er es mit dem siebten Feldspieler versuchte. Im Trainingsbetrieb konnte ihn seine Mannschaft überzeugen, doch gegen die Südpfalztiger erlaubten sie sich dann die bereits angesprochenen technischen Fehler, sei es ein Zuspiel, welches im aus landet oder gar in den Armen der Gäste, diese wussten diese Chancen für sich zu nutzen.
„Wir spielten es einfach nicht sauber genug aus, und dem Gegner war einfach anzumerken, dass er diese Punkte noch benötigt“, sagte der Trainer. Denn auch wenn die Gäste aus der Südpfalz 20:36 Punkte aufweisen und Rang zwölf in der Tabelle einnehmen ,haben sie den Ligaverbleib noch nicht sicher. Mit 8:48 Punkten sind die Gekkos Vorletzter. Nächste Woche empfängt die Koch-Sieben den designierten Meister, die VTV Mundenheim. Am letzten Spieltag dann geben die Eckbachtaler ein letztes Gastspiel in der RPS-Oberliga, beim Schlusslicht HSG Worms sollen dann noch einmal Punkte eingefahren werden, ehe Philipp Rogawski die Mannschaft dann nach der Sommerpause auf die neue Saison einstimmen wird.