Fussball historisch
Heinz Siefert – als Torwart der Beste im Südwesten
Für den VfR Frankenthal stand er in der Oberliga Südwest in 124 Spielen im Tor. Später machte er als Handballtorwarttrainer von sich reden. Die Rede ist von Heinz Siefert, der am 30. November 1922 geboren wurde und am 24. Juni 2011 starb.
Heinz Siefert, der bei der Betriebskrankenkasse der damaligen BASF AG in Ludwigshafen beschäftigt war, war bei Phönix Ludwigshafen wegen seines Alters ausgemustert worden und heuerte zur Saison 1955/56 beim VfR Frankenthal an, für den er noch einige Jahre in der Oberliga Südwest spielte. Beim VfR schätzte man Heinz Siefert als soliden, eifrigen und fairen Sportsmann. Er wurde beim VfR „Trainingsweltmeister“ genannt. Er fuhr von seinem Wohnort Ludwigshafen-Friesenheim mit seinem Motorrad zum Training. Den Vertrag als Spieler beim VfR schloss er per Handschlag ab.
Vom Fachblatt „Kicker“ geadelt
Er war neben Heinz Kubsch (FK Pirmasens), der bei der Fußball-WM 1954 in der Schweiz Ersatztorwart der deutschen Nationalmannschaft war, einer der besten Torhüter in der Oberliga Südwest. Der bekannte „Kicker“-Beobachter Friedebert Becker bezeichnete Heinz Siefert als den besten Goalkeeper im Südwesten. Als er eine Berufung in die Südwest-Auswahl erhielt, konnte er wegen Verletzung nicht mit von der Partie sein. Nach Ende seiner Karriere als Torwart trainierte er die Handballmannschaften des VfR Frankenthal und des TV Hochdorf. Damals spielte man noch Feldhandball und keinen Hallenhandball.
Als Torwarttrainer beim TV Hochdorf wurde er zum Entdecker und Förderer des späteren Weltklasse-Torhüters Andreas Thiel, in Hochdorf und später bei der TSG Friesenheim prägte er denn Klasse-Torhüter Jürgen Köstler. „Meinen Mentor“, nannte „Hexer“ Thiel seinen väterlichen Förderer Heinz Siefert, der ein wichtiger Mitarbeiter seines Freundes Franz Hutter in Hochdorf und Friesenheim gewesen ist.