Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: HSG Eckbachtal unterliegt auch Schlusslicht Dillingen/Diefflen

Timo Kluzik zählte mit vier Toren zu den besten HSG-Werfern.
Timo Kluzik zählte mit vier Toren zu den besten HSG-Werfern. Foto: BOLTE

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Südwest erlitt die HSG Eckbachtal einen weiteren Rückschlag. Nach schwacher zweiter Halbzeit verlor das Team von Thorsten Koch gegen Schlusslicht HC Dillingen/Diefflen zu Hause 31:34 (14:14).

Nach einem gelungenen Saisonstart mit 4:2 Punkten warten die „Gekkos“ nun schon seit sechs Spielen in Folge auf weitere Zähler. Mit inzwischen 4:14 Punkten stehen sie als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. Aufsteiger Dillingen/Diefflen (2:16) wittert nach dem ersten Sieg in der Oberliga Morgenluft. Bedenklich stimmt bei der HSG, dass sie die in der vergangenen Saison gezeigte Abwehrstärke, die der Schlüssel zum Klassenerhalt war, zumindest phasenweise verloren hat. Davon profitierten am Samstag auch die Gäste, die häufig über den Kreis zu leichten Toren kamen. Zudem hatten sie in Linksaußen Felix Haller einen sicheren Siebenmeterschützen, der alle acht Strafwürfe sicher verwandelte und am Ende auf 15 Tore kam.

„In der ersten Halbzeit haben wir noch ganz ordentlich gespielt und auch die gegnerischen Kreisläuferanspiele gut unterbunden. Unsere Führung haben wir dann verspielt, weil wir im Angriff hektisch wurden. Hinzu kamen noch einige freie Fehlwürfe“, erklärte HSG-Trainer Thorsten Koch. Den Beginn der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft verschlafen. Zudem habe die Absprache in der Abwehr gefehlt. „Wir haben alles probiert, haben mit einfacher und doppelter Manndeckung operiert. Am Ende hat in der Abwehr aber immer einer geschlafen“, haderte Koch.

Niederlage hat sich abgezeichnet

Der Übungsleiter sprach von einem verdienten Sieg der Saarländer. Die Niederlage habe sich nach den letzten Spielen abgezeichnet: „Im Moment sind wir nicht in der Verfassung, um in der Oberliga erfolgreich zu sein. Einige Spieler zeigen nicht die Leistung, die möglich ist.“ Der verletzte HSG-Kapitän Michael Betz fehle an allen Ecken und Enden. Carsten Wenzel und Jochen Schloß seien angeschlagen, so Koch. „Der Kader ist groß genug. Wir haben es aber nur über 30 Minuten geschafft, fehlerfrei zu spielen. Das reicht in der Oberliga nicht.“

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die „Gekkos“ Mitte der ersten Halbzeit ab. Durch ein Überzahltor von Matthias Kassel führten sie in der 19. Spielminute schon 10:6. Doch wenig später glich der HC zum 11:11 aus, weil sich bei den Gastgebern Ballverluste und Fehlabspiele häuften.

Thomas Betz beendet Torflaute

Nach der Pause hielt Eckbachtal nur noch bis zum 17:17 durch Rechtsaußen Maximilian Staats (36.) mit. Danach gelang der HSG acht lange Minuten kein Treffer mehr. In dieser Schwächephase zog Dillingen/Diefflen vorentscheidend auf 17:24 davon. Erst ein verwandelter Siebenmeter von Thomas Betz (44.) beendete die Torflaute. In der Folge spielten die Gastgeber mit mehr Risiko. Mit einer offensiveren Deckung kamen sie zu Ballgewinnen und durch Gewaltwürfe von Maximilian Schreiber bis auf drei Tore heran (25:28, 30:33). In der hektischen Schlussphase kassierte die HSG aber zu viele unnötige Gegentreffer, am Ende fehlte die Zeit.

Bei HC-Trainer Thomas Schlink war die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg groß: „Wir waren schon in den letzten Spielen nah dran am Punktgewinn, haben aber immer die Nerven verloren. Jetzt hoffen wir auf eine kleine Erfolgswelle.“

So spielten sie

HSG Eckbachtal: Hahn, Häuselmann - Kassel (1), Kluzik (4), Maximilian Schreiber (8), Lerzer (2), Schloß (1/1), Thomas Betz (5/3), Dopp (2), Pozywio (3), Räuber, Ebel, Wenzel (2), Staats (3)

TV Dillingen/Diefflen: Robert, Jung - Sander, Hoffmann (3), Simon (5), Fidelak, Wecker (2), Faller (15/8), Mrsic (1), Di Gregorio, Altmeyer (3), Kropf (5), Gornas, Klein

Spielfilm: 3:3 (8.) 7:4 (13.), 10:6 (18), 11:11 (23), 14:14 (Halbzeit), 17:17 (36.), 17:24 (44.), 24:27 (50.), 28:33 (56.), 31:33 (59.), 31:34 (Ende) - Zeitstrafen: 4 - 8 - Siebenmeter: 4/4 - 8/8 - Beste Spieler: Schreiber, Thomas Betz, Kluzik - Faller, Simon, Jung - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Kull/Hoffmann (Bingen/Mainz).

x