Fußball
Frankenthaler Stadtderby in A-Klasse Rhein-Pfalz auch ohne Tore attraktiv
In der zweiten Halbzeit wechselten sich die beiden Trainer Tim Graf (85.) und Matteo Randazzo (62.) selbst ein, und verstärkten die Angriffsbemühungen ihrer Teams. Aber es blieb beim 0:0. Unter dem Strich hatten die Gäste vom VfR Frankenthal ein Chancenplus.
„Es war ein gutes und faires Derby. Es ging auf beiden Seiten zur Sache, wurde aber nie hektisch. Es gab nur wenig gute Torchancen. Gerade bei uns hat heute die Torgefahr im letzten Drittel gefehlt. In der zweiten Halbzeit wollten wir mit mehr Druck spielen, haben es aber spielerisch nicht geschafft. Den Punkt nehmen wir jetzt mit, ein Sieg wäre heute unverdient gewesen.“ sagte DJK-Trainer Tim Graf nach dem intensiven Schlagabtausch. Der gegenseitige Respekt war zu Beginn des Spiels auf beiden Seiten zu spüren. Viele Spieler haben schon für den jeweils anderen Verein gespielt, man kennt sich. Entsprechend wenig ließen beide Teams an gefährlichen Situationen zu. Erst nach etwas 20 Minuten wurde es mit der ersten Ecke für den VfR etwas brenzliger im Strafraum. Wenig später verpasste VfR-Sturmspitze Yannick Busljeta einen langen Ball, der heraus eilende SW-Torwart Marcel Bulla klärte außerhalb des Strafraum (24.).
Bonomo im Fokus
Erst jetzt setzten auch die Hausherren offensiv Akzente. Zunächst startete Uwe Rebholz ein Solo aus der eigenen Hälfte bis zur gegnerischen Strafraumgrenze, verfehlte aber mit seinem Fernschuss das Tor (26.). Die beste Chance hatte dann Mittelstürmer David Michalski, der freistehend im Strafraum zu zentral abschloss. VfR-Torwart Marvin Bonomo konnte abwehren (29.). Gleich dreimal versuchte es danach vom rechten Flügel Giuseppe Moncada mit Direktabnahmen, die alle für Gefahr sorgten. Der VfR wurde in dieser Phase in die eigene Hälfte zurückgedrängt, und versuchte verstärkt mit langen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken. So kamen sie auch zu ihrer besten Chance in der ersten Halbzeit. Ein langer Ball erreichte Yannick Busljeta der allein vor Marcel Bulla mit einem missglückten Heber, der weit am Tor vorbeiging, die mögliche VfR-Führung verpasst (43.).
Zur Pause wurde auf beiden Seiten gewechselt. Bei Schwarz-Weiss kam Dominick Frank für Jonas Willer auf den Platz, bei den Gästen belebte nun Tim Curschmann für Samuel Walz das Offensivspiel. Das Graf-Team kam danach zu einigen Abschlüssen, die aber alle das Gästetor verfehlten. Bereits nach 63. Minuten musste sich VfR-Trainer Matteo Randazzo selbst einwechseln. Stürmer Yannick Busljeta, der nach Verletzung erstmals wieder spielen konnte, war platt.
Randazzos Vorlage
Mangels geeigneter Alternativen auf der Bank ging der VfR-Trainer nun selbst in die Sturmspitze. Er war dann auch an der besten Chance für sein Team nach dem Wechsel beteiligt. Mit viel Übersicht setzte er rechts Tim Curschmann ein, nach dessen Flanke Halder Kashat mit einer Direktabnahme das Tor hauchdünn verfehlte (66.). Auf der anderen Seite spielte Schwarz-Weiss einen Konter in 2:1 Überzahl nicht sauber zu Ende. Der letzte VfR-Abwehrspieler brachte noch sein Bein in den Querpass (80.).
Zum Ende hin hatten die Gäste wieder mehr Aktionen vor dem Schwarz-Weiss Tor. Einen Fernschuss von Jonas Weissheimer konnte Marcel Bulla im Tor nur mit Mühe zur Seite ablenken (85.), wenig später forderte der lautstarke Gästeanhang Elfmeter nach einem Sololauf von Außenspieler Halder Kashat. Der gute Schiedsrichter Mario Schreiber, der nur zweimal die Gelbe Karten zücken musste, entschied aber auf Ecke (88.). Da auch diese Ecke nichts einbrachte, endete das Derby torlos.
Stolz auf sein Team
VfR-Trainer Matteo Randazzo war stolz auf sein Team, ärgerte sich aber auch etwas über die verpassten Chancen. „Unsere Chancen müssen wir reinmachen. Wir müssen uns belohnen. Das war heute das einzige Manko. Am Ende haben wir mit einer ganz jungen Mannschaft bei einem Titelfavoriten ein starkes Spiel gezeigt. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden, wir haben nur die Tore nicht gemacht.“ Randazzo bedankte sich auch bei den zahlreichen Fans, unter anderem hatte die komplette zweite Mannschaft und das C-1-Jugendteam sein Team lautstark unterstützt. Das zeigt den großen Zusammenhalt im Verein und macht Hoffnung. Sein Team erwartet am Freitag Südwest Ludwigshafen, Schwarz-Weiss Frankenthal muss unter der Woche am Donnerstag bei der SG Alemannia Maudach antreten.