Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel EWF: Pflege der fünf Friedhöfe braucht viel Zeit

Zwei Denkmäler auf einem Bild: links die Amalie-Foltz-Halle, rechts die Trauerhalle aus den 1960er-Jahren.
Zwei Denkmäler auf einem Bild: links die Amalie-Foltz-Halle, rechts die Trauerhalle aus den 1960er-Jahren.

Am mangelnden Pflegezustand der fünf Frankenthaler Friedhöfe gibt es häufig Kritik aus der Bevölkerung. Wie intensiv und zeitaufwendig der Unterhalt der Grünflächen mit insgesamt rund 22 Hektar Größe für das Personal des Eigen- und Wirtschaftsbetriebes (EWF) ist, war Thema im Betriebsausschuss.

Mit Beginn der Vegetationszeit im Frühjahr würden alle verfügbaren Ressourcen der Abteilung Friedhofswesen gebündelt, erklärte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU). Er warb um Verständnis, dass die Grünpflege nicht auf allen Friedhöfen gleichzeitig laufen könne. Jeder Mähgang auf den drei Teilen des Hauptfriedhofes erfordere selbst bei mäßig hohem Gras zwischen 210 und 230 Arbeitsstunden. Für die Vorortfriedhöfe bräuchten die EWF-Mitarbeiter jeweils zwischen 20 und 45 Stunden.

Rollrasen erfordert mehr Pflege

In der vergangenen Woche haben sich laut Knöppel die Mähgänge auf die Vorortfriedhöfe konzentriert. So seien – auch aufgrund geringerer Bestattungszahlen – die Arbeiten für alle vier Gelände erledigt worden. Künftig solle wie in den Vorjahren wieder ein Vier-Wochen-Rhythmus eingehalten werden. Der verlegte Rollrasen auf den Gemeinschaftsgrabanlagen hingegen bedürfe einer intensiveren Pflege, weshalb der Turnus auf zwei Wochen verkürzt werde.

Bernd Knöppel informierte den Ausschuss über eine Stellungnahme der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, wonach die in den 1960er-Jahren errichtete Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof „in ihrem weitgehend überlieferten Erhaltungszustand als anschauliches Dokument ihrer Zeit gelten kann“. Sie sei damit ein geschütztes Kulturdenkmal kraft Gesetzes mit der Folge, dass sämtliche Eingriffe in die historische Bausubstanz mit den Behörden abzustimmen seien. „Diese Vorgabe wird der EWF bei allen anstehenden Sanierungsarbeiten befolgen müssen“, betonte Knöppel.

Ginkgo kommt auf Hauptfriedhof

Eine weitere Information aus dem Bericht des Bürgermeisters: Anlässlich des Tages des Baumes wird am 25. April, 10 Uhr, auf dem Hauptfriedhof ein Ginkgobaum gepflanzt. Dieser sei frosthart, stadtklimafest, frei von Schädlingen und könne mehr als 1000 Jahre alt werden, führte Knöppel aus. Die aus Asien stammende Baumart ist bisher auf dem Parkfriedhof noch nicht vertreten.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vergab der Betriebsausschuss die Reinigungsarbeiten für die Trauerhallen und die Friedhofstoiletten. Beauftragt wird eine Firma aus Ludwigshafen. Insbesondere in den Vororten wolle man ein Augenmerk auf die Sauberkeit richten und mit einer dreimaligen Reinigung der Toiletten pro Woche die Situation deutlich verbessern, unterstrich der Friedhofsdezernent gegenüber der RHEINPFALZ.

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