Frankenthal Eppstein: Zu wenige Parkplätze an Kita?

Der Eppsteiner Ortsbeirat hat diese Woche diskutiert, ob Elterntaxis zur geplanten neuen Kindertagesstätte die Verkehrslage in d
Der Eppsteiner Ortsbeirat hat diese Woche diskutiert, ob Elterntaxis zur geplanten neuen Kindertagesstätte die Verkehrslage in der schmalen Weidstraße verschärfen.

Die Fläche für den neuen Kindergarten in Eppstein auf dem Gelände an der Weidstraße ist bereits gerodet – das erste sichtbare Zeichen, dass es vorangeht. 150 neue Plätze zur Kinderbetreuung sollen hier maximal angeboten werden können. Im Eppsteiner Ortsbeirat ging es am Mittwoch vor allem um Verkehrsfragen.

Auf rund 4,6 Millionen Euro wird das Bauvorhaben Kindergarten in der Eppsteiner Weidstraße – wie mehrfach berichtet – derzeit veranschlagt. Auf der Fläche von rund 3400 Quadratmetern soll ein Gebäude mit 1100 Quadratmeter Nutzfläche und zwei Stockwerken entstehen. Ein Problem stellt der Untergrund des Grundstücks dar. Ältere Ortsbeiratsmitglieder, wie der ausnahmsweise den Vorsitz führende Josef Büffor (CDU), wissen noch aus eigener Anschauung, dass dieses Gelände früher die Mülldeponie Eppsteins war. Deshalb muss, um sicheren Baugrund zu haben, zuerst Schutt ausgebaggert und danach wieder verfüllt werden. Das treibt die Kosten nach oben. Trotzdem hofft Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU), dass noch 100.000 bis 150.000 Euro eingespart werden können (siehe„Zur Sache“). „Wir haben keine anderen geeigneten Grundstücke in städtischem Besitz. Das ist aber eine sinnvolle Lösung für Eppstein und für die Kinder“, sagte Knöppel. In einem ersten Schritt sollen 105 Betreuungsplätze geschaffen werden. 75 für über Dreijährige, 30 für jüngere Kinder. Maximal sollen es 150 Kinder sein, die den neuen städtischen Kindergarten besuchen. Bedenken äußerte Ratsmitglied Markus Rittmann (SPD) bezüglich der geplanten Parkplätze. Die jeweils sechs Plätze für das Personal auf dem Gelände und die Hol- und Bringplätze für Eltern an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße seien zu knapp bemessen. Letztere sollen mit einem Fußweg über den verbleibenden Spielplatz mit dem Kindergarten verbunden werden. Hans Dropmann (CDU) hat nach eigener Darstellung mit Anwohnern gesprochen. Sie stünden dem Neubau positiv gegenüber. Es müsse jedoch geschaut werden, dass auch sie noch Parkplätze finden. Bedauern äußerten sowohl Dropmann als auch Sylvia Classen-Czeczerski (Grüne), dass der komplette alte Baumbestand auf dem ehemaligen Gelände des Hundesportvereins gerodet wurde. Insbesondere bei den Nussbäumen habe man gehofft, den einen oder anderen erhalten zu können. Die Pappeln waren laut Knöppel nicht mehr standsicher. Bedenken wurden im Ortsbeirat ebenso geäußert, dass Eltern doch die zum Feldweg führende Weidstraße nutzen, um ihre Kinder näher an den Kindergarten heranzufahren. Bei verdeckten Messungen wurde festgestellt, dass in der sehr engen Weidstraße, die direkte Zubringerstraße zum neuen Kindergarten, derzeit täglich jeweils mehr als 300 Fahrzeugbewegungen in beide Fahrtrichtungen stattfinden. „Das werden dann im Endstadium des Kindergartenausbaus mehr als 600 sein“, meinte Büffor. Verkehrsmäßig werde das eine spannende Situation, da es in der Weidstraße auch mehr Fußgänger geben werde, es dort aber nicht an allen Stellen einen Bürgersteig beziehungsweise einen nur sehr schmalen gebe, so Classen-Czeczerski. Markus Rittmann meinte, dass es aber nicht zu verhindern sei, dass durch die Weidstraße gefahren werde. Er brachte die Möglichkeit ins Spiel, sie als Einbahnstraße auszuweisen und eine Art Ringverkehr zu installieren. „Wir können nur an die Eltern appellieren, dass nicht alle Kinder mit dem Auto gebracht werden“, meinte Knöppel. Er plädierte dafür, erst einmal zu beobachten, wie sich die Situation entwickle. Die Bedenken zum Parkplatzmangel konnte er nicht ganz entkräften. Vielleicht könne ein weiterer durch das Versetzen der Glascontainer gewonnen werden, meinte Knöppel.

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