Frankenthal Eppstein/Flomersheim: Förderverein will kleinere Projekte in katholischen Gemeinden fördern
Der Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde St. Dreifaltigkeit, zu der die Vorortgemeinden gehören, soll die Projekte prüfen. Bei einer positiven Entscheidung würden Kostenvoranschläge eingeholt. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins, der sich für den Erhalt der beiden katholischen Kirchen einsetzt, bei einer Gegenstimme beschlossen.
Der Verein verfügt über ein Guthaben von rund 30.000 Euro. Vorgesehen war, damit die Sanierung des Vorplatzes der Flomersheimer Kirche zu fördern. Doch das Vorhaben wurde laut Vorsitzendem Hans Dropmann wegen Corona und der ungewissen Entwicklung der Kirchensteuer-Einnahmen vom Bistum verschoben.
Dropmann wiedergewählt
„Wir sind kein Sparverein“, so war es in der Versammlung von mehreren Seiten zu hören. Deshalb sollten jetzt kleinere Projekte angegangen werden, so Dropmann. Lediglich Alois Krill votierte dafür, das gesamte Vermögen für den Vorplatz zurückzustellen. Burkard Firsching entgegnete, dieses Projekt sei so groß, dass der Förderverein nur bei der Schuldentilgung helfen könne. Auch bei Finanzhilfen für die angesprochenen Projekte bliebe noch Vermögen auf dem Konto. Noch steht kein neuer Termin, wann die Vorplatzsanierung angegangen werden soll.
Vorsitzender Hans Dropmann wurde bei den Neuwahlen im Amt bestätigt, ebenso sein Stellvertreter Werner Bernhardt. Für den bisherigen Schatzmeister Hubert Nippgen, der wie Revisor und Fördervereins-Gründungsmitglied Arno Bachert nicht mehr antrat, wurde Friedhelm Trowe in den Vorstand gewählt.
Aktuell 84 Mitglieder
Im Rechenschaftsbericht für das Jahr 2019 konnte Dropmann noch viele Aktivitäten aufzählen: Konzerte, Teilnahme an der Kerwe in Flomersheim, Verkauf von Weihnachtsbäumen beim Adventsnachmittag in Eppstein, Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Flomersheim mit einer Verkaufsbude und das selbst ausgerichtete Cyriakusfest in Eppstein. „Derzeit liegen alle Veranstaltungen auf Eis“, sagte Dropmann. Das bringe den Verein nicht in Nöte, aber es fehlten Einnahmen. „Wir schlummern, sind aber jederzeit in der Lage, unsere Aktivitäten hochzufahren“, so der Vorsitzende. 84 Mitglieder weist der Verein aktuell auf, 15 waren bei der Versammlung anwesend.
Zweifler daran, ob es richtig sei, den Erhalt der Thomas-Morus-Kirche zu unterstützen, gab der Vorsitzende mit auf den Weg: „Es ist die zweitgrößte Kirche in Frankenthal. Gerade in Zeiten von Corona hat sie an Bedeutung gewonnen.“ Und als Kirche, in der Kinder- und Familiengottesdienste gehalten werden sollen, habe sie auch ein neues Gewicht innerhalb der Großgemeinde. Die evangelische Kirchengemeinde habe jüngst Konfirmation in der Kirche gefeiert und die Kollekte gespendet.