Hallenhockey RHEINPFALZ Plus Artikel Damen der TG Frankenthal zufrieden mit Platz zwei

Die TG-Damen hatten in dieser Hallensaison viel Grund zum Jubeln. Hier freuen sich (von links) Kim Lauer, Marie Fischer, Kathari
Die TG-Damen hatten in dieser Hallensaison viel Grund zum Jubeln. Hier freuen sich (von links) Kim Lauer, Marie Fischer, Katharina Koppel und Giovanna Di Fede über das Tor zum 1:1 gegen Hanau.

Mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen ist den ersten Damen der TG Frankenthal in der Halle eine sehr gute Saison gelungen. Das Team von Trainer Tobias Stumpf leistete sich in der Zweiten Regionalliga Süd nur eine einzige Niederlage und wurde verdient Zweiter. Lohn ist der Aufstieg in die Erste Regionalliga. Viel gefehlt hat zum Titelgewinn nicht.

Am Ende lag es an einem einzigen Punkt. Titelträger Wiesbadener THC hatte nach zehn Spielen mit 26 Zählern die Nase ganz knapp vor der TG (25). „Wiesbaden war um einen Wimpernschlag besser als wir, das muss man anerkennen. Sie haben eine starke Runde gespielt und sind sportlich verdient Meister geworden“, sagt Stumpf. Unzufrieden ist er nicht: „Wir haben es ihnen bis zum Schluss schwer gemacht.“

Im Rückblick zeigt sich, dass schon die knappe 3:4-Niederlage der TG-Damen im ersten Saisonspiel beim THC vorentscheidend im Titelkampf war. Im Rückspiel gab es ein leistungsgerechtes 4:4. Auch diese Partie hätten die Frankenthalerinnen gewinnen können. Dass die Meisterschaftsentscheidung erst am letzten Spieltag fiel, verdeutlicht, wie hoch die Leistungsdichte an der Tabellenspitze war.

Unter Druck nie aufgesteckt

„Nach der Auftaktniederlage sind wir neunmal in Folge ungeschlagen geblieben. Acht von zehn Spielen haben wir gewonnen. Auf diese Serie können wir stolz sein“, betont Stumpf. Er freut sich darüber, dass sein Team bei Rückständen und unter großem Druck wie in den beiden Partien gegen den späteren Dritten 1. Hanauer THC nie aufgesteckt hat. Er lobt die Mentalität seiner Spielerinnen: „Sie haben gezeigt, dass sie jede Begegnung gewinnen wollen. Das war in der Feldrunde nicht immer so. Die Mannschaft hat da einen großen Schritt gemacht.“

Während sich Stumpf um die Verteidigung von Anfang an keine Sorgen machte, zeigte sich, dass die TG-Damen im Sturm besser aufgestellt waren als früher. In allen Partien entwickelten sie mit großer Spielfreude ordentlich Zug zum gegnerischen Tor. Während in der letzten Hallensaison vor zwei Jahren vor allem die heutige Kapitänin Kim Lauer für Zählbares zuständig war, trugen sich nun fast alle in die Torschützenliste ein. Neben Lauer erzielten Jugend-Nationalspielerin Marie Fischer, die insbesondere nach Standards erfolgreich war, und Klara Galijasevic die meisten Treffer. Im Spielaufbau präsentierte sich Elisa Haselmaier in der Halle als gereifte und treffsichere Dirigentin.

Sattler und Galijasevic haben „Erwartungen übertroffen“

In der Mitte hätte sich Stumpf auch Marie Sattler gut vorstellen können. In der Vorbereitung habe sich herauskristallisiert, dass Sattler zusammen mit Galijasevic ein Sturmduo bilden wird. „Beide haben die Erwartungen übertroffen“, lobt Stumpf. Mit seinem zweiten Angriffsgespann Kim Lauer/Giovanna Di Fede ist er ebenfalls zufrieden. Wegen eines Bänderrisses war für Di Fede jedoch bereits nach der Hinrunde Schluss. In der Feldsaison wird die Stürmerin wieder dabei sein.

Für Di Fede rückte Nachwuchsspielerin Laura Hilbert in der Rückrunde an die Seite von Lauer. Mit ihren Treffern in den letzten Saisonspielen zeigte die 17-Jährige, dass von ihr noch einiges zu erwarten ist. Überhaupt spricht der Übungsleiter von einer geglückten Verjüngung der Mannschaft in der Halle.

Stumpf: Kleine Schwächephasen

Doch Stumpf sieht auch noch Verbesserungspotenzial. „Wir haben uns immer wieder kleine Schwächephasen geleistet, wie im Rückspiel gegen Wiesbaden, als wir innerhalb von zwei Minuten zwei unnötige Gegentore bekommen haben. Das macht am Ende den Unterschied aus.“ Und dann würde Stumpf seine Mannschaft gerne taktisch variabler aufstellen. „Wir verharren meist in der Raumdeckung. In der Halle hat das gut funktioniert, mit einem flexiblen Wechsel aus Mann- und Raumdeckung könnten wir es dem Gegner aber noch schwerer machen.“

Dass es mit dem Titelgewinn und der einmaligen Chance, im Relegationsspiel gegen den Ersten der Ostgruppe (HC Ludwigsburg) um den direkten Aufstieg in die neue Zweite Bundesliga zu spielen, nicht geklappt hat, sei kein Beinbruch. „Klar ist das schade. Ich glaube nicht, dass wir mit unserem Kader in der Zweiten Liga untergegangen wären“, meint Stumpf. „Aber ich rechne in der nächsten Hallensaison mit einer knackigen Ersten Regionalliga, in der wir in Ruhe den nächsten Schritt machen können.

Am 12. März wollen die TG-Damen mit der Vorbereitung auf die Fortsetzung der Feldrunde beginnen. Eine alte Bekannte wird dann wieder dabei sein: Mittelfeldspielerin Lea Schopper, die in den vergangenen Jahren im ersten Damenteam des Rüsselsheimer RK Erstligaerfahrung gesammelt hat, kehrt zur TG zurück.

Bald wieder im TG-Dress auf dem Jahnplatz: Lea Schopper.
Bald wieder im TG-Dress auf dem Jahnplatz: Lea Schopper.
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