Frankenthal „Bei Bedarf streuen“

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Die Treppen am Hauptbahnhof zu den Gleisen 2 und 3 werden nach Angaben der Deutschen Bahn frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 überdacht. Darauf hat Bürgermeister Martin Hebich (CDU) im Planungs- und Umweltausschuss hingewiesen.

Auf die Rutschgefahr, die in den Wintermonaten bestehe, weil Dächer fehlten, hatte David Schwarzendahl (Linke) hingewiesen. Bei Bedarf müsse gestreut werden, sagte Hebich zur aktuellen Bausituation. Warum städtische Grünflächen selbst bei Regen bewässert werden, wollte Schwarzendahl in einer weiteren Anfrage wissen. Konkret ging es um die Rudolf-Graubner-Anlage (Nähe Wormser Tor), die in den frühen Morgenstunden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gegossen worden sei. Die Anlage werde mittels sechs Wasserkreisläufen zwischen März und Oktober jeweils 15 Minuten elektronisch bewässert, erläuterte Martin Hebich. Die Wasserkosten hätten sich 2013 auf 700 Euro und im vergangenen Jahr auf rund 1000 Euro belaufen. Über die zweite Phase der Beteiligung der Öffentlichkeit am Lärmaktionsplan des Eisenbahn-Bundesamtes berichtete Martin Reichert vom Karlsruher Planungsbüro Modus Consult. Ziel des Verfahrens, das 2017 abgeschlossen sein soll, sei die Schaffung vergleichbarer Grundlagen. In dem bisher vorliegenden Planentwurf habe er wenig Inhalt erkennen können. Mit aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen entlang der Bahnlinie könne in Frankenthal ohnehin nicht mehr gerechnet werden. Reichert verwies auf die Betroffenheitsanalyse, wonach in Frankenthal tagsüber 410 Anwohner einem Pegel von über 70 Dezibel und nachts 770 Betroffene einem 60 Dezibel überschreitenden Eisenbahnlärm ausgesetzt seien. Nur insgesamt 13 hätten sich an der Online-Umfrage beteiligt. Am Zustand der in die Jahre gekommenen Rankgerüste in den Hochbeeten auf dem Jakobsplatz im Pilgerpfadgebiet wird sich so schnell nichts ändern. „Wir haben die Verkehrssicherheit überprüft und sehen derzeit keinen Handlungs- und Sanierungsbedarf“, betonte Hebich. Die Verwaltung messe der Metallkonstruktion keinen besonderen Stellenwert bei und sehe darin nicht unbedingt ein gestalterisches Element. Einige Anwohner beurteilen dies anders und hatten sich – wie Alis Hoppenrath (SPD) in ihrer Anfrage betonte – schon vor zwei Jahren für einen Erhalt des Gerüstes wegen seines stadtbildprägenden Charakters ausgesprochen. Die Kosten für ein Streichen der Stangen gab Hebich mit 24.000 Euro, für einen Abbau mit 6000 Euro an. (eec)

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