Donnersbergkreis SPD: „Mehr Beteiligung des Kreises beim Wohnungsbau“

Reaktivierungsprojekte wie die Zellertalbahn – hier Gleisarbeiten – will die SPD vorantreiben.
Reaktivierungsprojekte wie die Zellertalbahn – hier Gleisarbeiten – will die SPD vorantreiben.

Welche Themen sind welcher Partei für den Landkreis wichtig? Wir haben die Kreisvorsitzenden dazu nach ihren Schwerpunkten gefragt. Heute stellt Jaqueline Rauschkolb vor, was die SPD angehen möchte.

Gesundheit und Pflege, Arbeiten und Wohnen sowie Bildung und Soziales – das sind die drei Themen, die aus Sicht der SPD-Kreisvorsitzenden Jaqueline Rauschkolb auch vor dem Hintergrund von Klimawandel und Demografie im Donnersbergkreis betrachtet werden müssen.

Gesundheit und Pflege

Bestehende Angebote sichern, ambulante und stationäre Bereiche besser vernetzen, unterstützt von Medizinischen Versorgungszentren: Das sind Ansatzpunkte für die SPD. „Auch die Ansiedlung von Haus- und Fachärzten sehen wir als wichtigen Faktor für die Zukunft unserer ländlichen Region. Die notärztliche Versorgung und der Rettungsdienst sind zudem wichtige Stellschrauben im Netzwerk für eine bessere gesundheitliche Versorgung.“ Ein besonderes Augenmerk gilt den Gemeindeschwestern plus. Dieses „tolle Angebot“ wolle man verstetigen „und dafür sorgen, dass dies auch in Zukunft erhalten bleibt“.

Arbeiten und Wohnen

„Wir müssen den Donnersbergkreis als attraktiven Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten erhalten und ausbauen“, so die Zielsetzung der SPD. Je nach Lage im Kreis müsse zusätzlicher bezahlbarer Wohnraum entstehen, dazu könnte sich die SPD auch eine stärkere Beteiligung des Kreises vorstellen im Rahmen einer Wohnungsbau-Gesellschaft, Rauschkolb nennt im Gespräch als Beispiel eine Kreis-Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Mainz-Bingen. In wirtschaftlicher Hinsicht gelte es, sich mit den regionalen Unternehmen besser zu vernetzen. Die Wirtschaftsförderung sei in konkreten Fällen zu verstärken, um „Unternehmen vor Ort halten und gleichzeitig Neuansiedlungen eine Perspektive bieten“ zu können. Da gehe es um Ausbau der digitalen Infrastruktur, bessere Anbindung an die Metropolregionen oder Ausbau der erneuerbaren Energien zur Sicherung der Strom- und Wärmeversorgung. Neuen Wärmeversorgungs- und Mobilitätskonzepten müsse Raum geboten werden. Wichtig ist der SPD zudem, bestehende Reaktivierungsvorhaben wie die Zellertalbahn weiter voranzutreiben. „Den versprochenen Bürokratieabbau wollen wir auch auf Kreisebene forcieren und statt des Kaufs eines weiteren Verwaltungsgebäudes moderne Arbeitsplätze in der Verwaltung dezentral, mobil und digital gestalten“, kommt Rauschkolb auf Auswirkungen des wachsenden Enge im Kreishaus zu sprechen.

Bildung und Soziales

Die dezentrale und vielfältige Schullandschaft sei zu erhalten, das Ganztagsangebot an allen Schulen zu stärken, die Kinderbetreuung in Kitas auszubauen, fordert die SPD. „Dabei ist es wichtig, die Modernisierung der Gebäude voranzutreiben und die digitale Ausstattung auf den aktuellsten Stand zu bringen.“ Wichtig ist der SPD auch die Schulsozialarbeit. Sie sei „eine wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler in allen Schulen im Donnersbergkreis und als präventives Angebot für die Schulgemeinschaft unentbehrlich“.

 Jaqueline Rauschkolb.
Jaqueline Rauschkolb.
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