Dannenfels RHEINPFALZ Plus Artikel Schnee-Wochenende am Donnersberg: So soll das Verkehrschaos verhindert werden

Zugeparkte Straßen, teilweise sogar zugestellte Rettungswege, veranlassten die Kreisverwaltung, ein „Verkehrskonzept Donnersberg
Zugeparkte Straßen, teilweise sogar zugestellte Rettungswege, veranlassten die Kreisverwaltung, ein »Verkehrskonzept Donnersberg« auf den Weg zu bringen.

Sobald der erste Schnee liegt, übt der höchste Berg der Pfalz noch einmal einen ganz besonderen Reiz aus. Dann strömen Jahr für Jahr so viele Besucher hinauf, dass rund um den Donnersberg Verkehrschaos droht. Die eigens eingerichtete Arbeitsgruppe will in diesem Jahr auf die Vernunft der Gäste setzen.

Beidseitig zugeparkte Straßen, verstellte Waldwege, überfüllte Parkplätze, dazwischen Fußgänger kreuz und quer. Kein Durchkommen für Rettungsfahrzeuge. Diese Bild bot sich rund um den Donnersberg im Winter 2020/21, in dem sich die durch den Lockdown ausgehungerte Bevölkerung aufmachte, um die Winterfreuden auf dem höchsten Berg der Pfalz zu genießen. Stundenweise Sperrungen an Wochenenden waren die Folge. Der Dannenfelser Ortsbürgermeister Ernst-Ludwig Huy forderte in dieser Situation, dass endlich ein Verkehrskonzept für den Donnersberg entsteht. Nachdem sie zunächst einen ausgiebigen Shitstorm geerntet hatte für die Idee, trotz der Ansteckungsgefahren durch Corona Shuttlebusse anzubieten, entschied die Kreisverwaltung, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die für den folgenden Winter – 2021/22 – ein Konzept erarbeitete.

Gute Erfahrungen Anfang 2022

Dieses sollte einerseits Massenverkehr minimieren, andererseits den Menschen signalisieren, dass die Behörden vorbereitet sind. Vertreter von Polizei, Ortsgemeinde Dannenfels, Verbandsgemeinde Kibo, Straßenmeisterei, Donnersberg-Touristik-Verband, Forst und Kreis haben kleine, schnell umsetzbare Maßnahmen erarbeitet, die keine großen Kosten verursachen. Es ging um Hinweisschilder, frühzeitige Informationen für Anreisende und vor allem um deren Sensibilisierung für das Problem. Damit habe man im Januar 2022 „sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Wolfgang Erfurt, Beigeordneter des Donnersbergkreises und Leiter der Arbeitsgruppe „Verkehrskonzept Donnersberg“.

„Die freundlichen Hinweise, die öffentlichen Parkplätze zu nutzen und keine Straßen, Zufahrten oder privaten Hofeinfahrten zuzuparken, kamen gut an. Und zum ganz überwiegenden Teil wurde sich auch daran gehalten“, schildert Erfurt. „Es musste nicht – wie in der Vergangenheit – eine Sperrung vorgenommen werden.“ Eine solche könne grundsätzlich nur die letzte Option sein, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und der Besucher auf dem Berg nicht zu gefährden.

Auch dauerhaftes Verkehrskonzept war Thema

Nach den positiven Erfahrungen wollen die Verantwortlichen auch ein knappes Jahr später wieder auf die Einsicht und die Vernunft der Besucher setzen. Unter anderem appellieren sie in den sozialen Netzwerken an die Gäste, auf dem Berg sowie in den Ortsgemeinden die öffentlichen Parkplätze zu benutzen, keine Straßen, Zufahrten, Feldwege oder privaten Hofeinfahrten zuzuparken. Und sie verweisen darauf: „Nicht nur auf dem Berg, auch rund um den Donnersberg gibt es herrliche Ortschaften, von denen aus es sich lohnt, den höchsten Berg der Pfalz zu erkunden – besonders auch für den Fall, sollten auf dem Berg alle Parkplätze belegt sein. Ebenso empfehlen wir die vielen weiteren wunderbaren Orte in unserem herrlichen Donnersberger Land, die zu einem schönen Winterspaziergang einladen.“

Auch ein dauerhaftes Verkehrskonzept war Thema in der Arbeitsgruppe, wie Wolfgang Erfurt berichtet. Allerdings sei entschieden worden, dass dies in das Konzept zur touristischen Aufwertung des Donnersbergmassivs mit einfließen müsse. Dieses wird derzeit von Arbeitsgruppen mit Leben gefüllt. „Es ist aus unserer Sicht sinnvoll abzuwarten, wie die Ergebnisse aussehen“, sagt Erfurt.

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