Reiten RHEINPFALZ Plus Artikel Ponyverein Schönborn hat im Jubiläumsjahr viele Pläne

Mannheim, Quadrillie Ponyverein SchönbornACHTUNG: Bild: Sabine Heinrich-Tschoepke
Mannheim, Quadrillie Ponyverein SchönbornACHTUNG: Bild: Sabine Heinrich-Tschoepke

Wegen der Corona-Pandemie fanden im vergangenen Jahr zwar nur wenige Reitturniere statt, für die Reiter des Ponyvereins Schönborn war das aber kein Grund nichts zu tun. In diesem Jahr steht beim Verein ein Jubiläum an und es werden bereits eifrig sportliche Pläne geschmiedet.

Einen besonderen Wettkampf hielt das vergangene Jahr trotz Pandemie dann doch für den vor 50 Jahren gegründeten Verein bereit: Anfang August 2021 fuhren 16 Reiter mit zehn Welsh-Ponys nach Mannheim auf die Equitana Open Air. Auf dem dort stattfindenden „Welsh Sportsday“ maßen sie sich mit Gleichgesinnten. „Das war ein Höhepunkt“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Michael Tschoepke. Neben Dressur- und Springprüfungen nahmen die Reiter auf dem Maimarktgelände unter anderem an einem Trail- und Kostümwettbewerb und an einem Mannschaftswettbewerb teil und konnten einige Erfolge verzeichnen. Bei einem Wettbewerb der Equitana, dem „Show Cup“, belegte der Verein mit seiner Vampir-Quadrille, einer Art Showtanz, den vierten Platz.

Elf Reiter wurden unterstützt von Dana Milz, von der Reitschule Milz in Gundersweiler. Bei den Schaubildern wurde die künstlerische Note, die reiterliche Note und die Lautstärke des applaudierenden Publikums zusammen bewertet. „In dem großen Stadion vor rund 10.000 Besuchern war das für die Reiter und die Pferde etwas ganz Besonderes“, erzählt Freizeitwartin Sabine Heinrich-Tschoepke. Eine Quadrillegruppe gibt es schon lange in Schönborn. Auch die Vampir-Quadrille gab es vorher schon, allerdings nur mit vier Reitern. „Das Quadrillreiten hat bei uns schon immer eine besondere Stellung.“ Mit einem Video hatte sich der Ponyverein Vorab für den „Show Cup“ beworben, insgesamt neun Gruppen wurden dann ausgewählt. „Unsere Konkurrenz kam aus ganz Deutschland“, erzählt Beisitzer Christian Tschoepke.

Reiterlager ein fester Bestandteil

Der Ponyverein stand auch in Jahr zwei der Pandemie trotz weniger Turniere nicht still: Die Schönborner veranstalteten einen internen Reitertag im September. Wegen der Corona-Pandemie durften im vergangenen Jahr keine externen Reiter teilnehmen. „Zusätzlich hatten wir an diesem Tag unsere Generalprobe für unsere diesjährige Jubiläumsfeier.“ Am darauffolgenden Tag konnten die Kinder ihre Prüfungen zum Reitabzeichen ablegen. Im Oktober organisierten zehn Reiter einen Wanderritt von Schönborn nach Falkenstein und mit acht Pferden nahm der Verein am Reitertag in Rockenhausen teil.

Auch das Reiterlager für Kinder und Erwachsene fand statt. „Das Reiterlager ist bei uns die vergangenen 50 Jahre noch nie ausgefallen, auch nicht wegen Corona“, erzählen die Verantwortlichen. Eine Woche lang durften rund 15 Kinder in den Sommerferien das intensive Trainingscamp, bei dem Dressur, Springen und Bodenarbeit von externen Lehrern unterrichtet wurden, genießen. In der zweiten Woche waren dann die Erwachsenen dran. „Wir nutzen das Reiterlager auch zur Vorbereitung auf die Reitabzeichen“, erklärt Sportwartin Isabelle Tschoepke.

Breitensport als Schwerpunkt

„Unser Schwerpunkt liegt, neben regelmäßigen Ausritten, im Breitensport, wie zum Beispiel auf verschiedenen Kostüm-, Quadrillen- und Freizeitreiterwettbewerben, sowie Dressur und Springen auf E- und A-Niveau.“ Die Pferderasse biete sich für eine vielseitige Verwendung an.

Auch in diesem Jahr plant der Ponyverein wieder das Reiterlager und einen Reitertag, an dem dann auch Reiter von anderen Vereinen teilnehmen können, vorausgesetzt, die Pandemie-Situation lässt dies bis dahin zu. Genauso wie 2021 soll auch in diesem Jahr am darauffolgenden Tag die Reitabzeichen-Abnahme erfolgen. „Pferde und Reiter entwickeln sich bei uns ständig weiter, das ist der Anspruch unseres Vereins“, sagt Michael Tschoepke.

„Wir haben pro Pferd zwei Reiter, die eine Pauschale zahlen und sich das Pferd teilen“, erklärt er. Sie können so oft reiten, wie sie wollen, nur die Reitstunde samstags sei Pflicht. „Wir wollen keine ständig wechselnden Reiter“, berichtet Tschoepke. „Die Reiter sollen langfristig die Verantwortung für die Pferde übernehmen. Das ist unser Konzept.“

Bei der jeden Samstag stattfindenden Reitstunde können sich alle jugendlichen und erwachsenen Reiter vor allem im Bereich Dressurreiten weiterbilden.

Schönborn, Pferdeshow, v. li. Ina Vettermann, Isabelle Tschöpke. 25.10.2021
Schönborn, Pferdeshow, v. li. Ina Vettermann, Isabelle Tschöpke. 25.10.2021
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