Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga: TuS Steinbach behauptet Platz eins und Drei-Punkte-Vorsprung

Steinbachs Felix Metzinger (links) setzt sich in dieser Szene gegen Hinterweidenthals Christian Singer druch, Rechts schaut Feli
Steinbachs Felix Metzinger (links) setzt sich in dieser Szene gegen Hinterweidenthals Christian Singer druch, Rechts schaut Felix Hirschinger (Nummer 4) zu.

Wenn sich 20 Kicker zu 90 Prozent in einer Spielfeldhälfte aufhalten, wird das Toreschießen echt schwer. Wie es die Steinbacher nach der Pause doch noch schafften.

Die Fußballer des TuS Steinbach haben die Tabellenführung in der Landesliga West verteidigt. Das Team von Spielertrainer Daniel Ghoul gewann sein abschließendes Heimspiel in dieser Saison vor 210 Zuschauern gegen den SV Hinterweidenthal mit 2:0 (0:0). Da der Rivale SC Hauenstein schon einen Tag zuvor bei der SG Rieschweiler mit 4:3 siegte, blieb Steinbachs Vorsprung an der Spitze zwei Spieltage vor Schluss bei drei Punkten.

Vor der Partie hatte TuS-Coach Daniel Ghoul vor dem Gegner SV Hinterweidenthal noch massiv Respekt gehabt. Doch die Südwestpfälzer kamen nur mit einem Zwölf-Mann-Kader nach Steinbach. Dennoch wurde es ein Geduldsspiel für den Spitzenreiter, der durch den Hauensteiner Sieg schon unter Druck stand. Ghoul sagte: „Die Hinterweidenthaler waren über 90 Minuten nur daran interessiert, es uns schwer zu machen. Aber sie haben gar nicht so aggressiv gespielt wie in der Vergangenheit, da waren die Spiele ja immer sehr hitzig. Der SVH hat extrem tief gestanden mit einer Fünfer-Abwehrkette und einer Viererkette davor.“

Steinbachs Wechsel machen sich bezahlt

Nach den ersten 45 Minuten war die Partie immer noch torlos. Ghoul brachte in der Halbzeitpause Torjäger Marcel Meinen für Rico Metz. Die Steinbacher waren nach dem Seitenwechsel weiter am Drücker. „Es war auf dem Platz für uns extrem eng“, sagte der Steinbacher Spielertrainer und betonte: „90 Prozent des Spiels waren 20 Feldspieler in einer Spielhälfte. Dementsprechend schwer haben wir uns getan, weil bei unseren Aktionen immer noch ein gegnerisches Abwehrbein dazwischen war.“

Ghoul kam dann für Lukas Krautschneider, Nils Frey für Ricky Schander (62.). Und die Wechsel machten sich gleich bezahlt. Nach einem Pass von Felix Metzinger im Hinterweidenthaler Strafraum grätschte Frey in den Ball und traf zur Steinbacher 1:0-Führung (63.). Danach hatte der TuS alles im Griff. Meinen machte mit dem 2:0 (84.) den Sack zu. Frey gab diesmal die Vorlage und wurde mit einem Treffer und einem Assist zum Matchwinner. Und das, obwohl der Angreifer wochenlang verletzt ausgefallen war. „Sehr positiv ist gewesen, dass Lukas Krautschneider und Nils Frey ihr Comeback gegeben haben“, lobte Ghoul, der nach dem Schlusspfiff betonte: „Der Gegner hat es gut gemacht für die Möglichkeiten, die er hatte. Wir haben uns wenige klare Torchancen herausgespielt. Aber das Wichtigste waren die drei Punkte.“

Im Saisonfinale nun noch zweimal auswärts

Die Steinbacher müssen nun im Saisonfinale noch zweimal auswärts ran. Am kommenden Freitag, 17. Mai, muss der TuS beim SV Rodenbach antreten, der für Ghoul in der Hinrunde „einer der stärksten Gegner“ war. Am letzten Spieltag kicken die TuS-Akteure dann am Sonntag, 26. Mai, bei der SG Eppenbrunn, die aktuell noch um den Ligaverbleib kämpft. Rivale Hauenstein trifft am kommenden Samstag, 18. Mai, zu Hause auf die SG Hüffelsheim, die aktuell auf Rang fünf steht, und zum Abschluss auswärts auf den Tabellenvierten SG Meisenheim/Desloch/Lauschied. Für beide Gegner des Ligazweiten geht es in dieser Spielzeit um nichts mehr. Es bleibt also wohl bis zum Schluss spannend.

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