Rockenhausen / Rathskirchen
Kreisel-Bau und Straßensanierung rücken näher – aber langsam
Wenn die Maßnahmen in einem derzeit noch nicht zu bestimmenden Zeitrahmen einmal abgeschlossen sind, werden im Auftrag des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Worms fast die Hälfte der genannten zehn Kilometer erneuert und ein Betrag von mehr als 7,5 Millionen Euro verbaut sein. Bis es so weit ist, wird aber vermutlich noch etliches Wasser die in diesem Bereich verlaufenden Hahnen-, Dörn- und Schelmesbach hinunterlaufen: Denn für keines der drei Projekte liegt bereits Baurecht vor – geschweige denn, dass Aussagen über die Finanzierung getroffen werden können.
Immerhin: In allen Vorhaben ist Bewegung, wie LBM-Leiter Bernhard Knoop auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt hat. Das gilt vor allem für die umfangreichste Maßnahme: die Sanierung der L 386 auf einer Länge von 2,6 Kilometern zwischen dem westlichen Rockenhausener Stadteingang und der Abzweigung der K 7 Richtung Dörnbach am ehemaligen Schacherhäuschen.
Radweg nach Dörnbach
Darin enthalten ist auch der Bau eines Kreisels mit einem Durchmesser von 38 Metern an den Einmündungen Pfingstborn/B-48-Zubringer sowie eines 1,4 Kilometer langen Radwegs. Dieser endet laut Planung an der „oberen“ Zufahrt nach Dörnbach über die Straße „Am Lämmerwald“. Etwa 4,9 Millionen Euro – inklusive Radweg und Kreisverkehr – betragen die geschätzten Baukosten für diesen Abschnitt, auf dem nach Zählungen aus dem Jahr 2015 täglich zwischen 2000 und 2700 Fahrzeuge unterwegs sind.
Die Genehmigung zum Bau möchte der LBM über ein Planfeststellungsverfahren erlangen. Dieses sei im Vorjahr beantragt worden und gliedere sich in zwei Teile, informiert Knoop: Bereits abgeschlossen ist die Phase der Anhörung, während der die Pläne in der VG-Verwaltung Nordpfälzer Land öffentlich ausgelegen haben. Nun laufe das Beschlussverfahren. „Weitere Aussagen sind derzeit nicht möglich“, macht er wenig Hoffnung auf einen raschen Baubeginn.
Ein solcher ist auch für die zweite vorgesehene Maßnahme momentan nicht absehbar: den Ausbau der 890 Meter langen Ortsdurchfahrt in Rathskirchen samt des Ortsteils Rudolphskirchen. Baurecht für dieses von durchschnittlich 980 Fahrzeugen pro Tag genutzte Teilstück soll über ein in der Regel unkomplizierteres und deshalb auch schnelleres Abstimmungsverfahren erlangt werden. Dessen Einleitung wird Knoop zufolge für Ende des Jahres angestrebt. Zuvor seien noch Gespräche mit den Gemeinden erforderlich, „um Änderungswünsche einarbeiten zu können“. 1,75 Millionen Euro sind für die Arbeiten in Rathskirchen veranschlagt.
Ausbau bis zur Kreisgrenze
Abschnitt drei schließt sich unmittelbar an und endet rund einen Kilometer weiter an der Kreisgrenze. Vorgesehen ist hier für eine Million Euro „ein grundhafter Ausbau mit geringfügiger Verbesserung der Linienführung“, erläutert Knoop. Einerseits könnte damit auf ein Planfeststellungsverfahren verzichtet werden. Andererseits gestalte sich das Projekt genau deshalb schwierig, „da man eine richtliniengetreue Planung und Entwässerung ohne Grunderwerb nur schwer realisieren kann“. Auch hier soll das Abstimmungsverfahren noch in diesem Jahr starten. Bis aber tatsächlich Erde bewegt wird, dauert es vermutlich noch eine ganze Weile. Vorerst darf also auf der L 386 Richtung Kusel weiter geholpert werden ...