Donnersberger Echo RHEINPFALZ Plus Artikel Kein Bier, kein Arzt, keine Zeit

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Bischoff-Brauerei: Kein Bier mehr

156 Jahre. So lange gab es die Bischoff-Brauerei in Winnweiler. Nun hat das Traditionsunternehmen seine Produktion aufgeben müssen. Inhaber Sven Bischoff hat viel getan, um diesen endgültigen Schritt zu verhindern, verschiedene Kaufoptionen angeboten, mit vielen Geschäftsleuten gesprochen. Am Ende haben sich jedoch trotz aller Hoffnung keine Investoren gefunden – auch wenn manche Gespräche wohl erst kurz vor knapp gescheitert sind. Die rund 40 Mitarbeiter mussten das Unternehmen natürlich verlassen. Übrig bleiben jetzt ein Gelände und eine Brauerei, die zum Verkauf stehen. Für den Donnersbergkreis ist das schon ein herber Schlag fürs Prestige, war Bischoff doch weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Tatsächlich ist es immer noch möglich, dass ein Investor die Brauerei kauft und wieder eröffnet, nur Bischoff-Bier wird dann höchstwahrscheinlich nicht mehr über das Fließband laufen.

MVZ Rockenhausen: Kein Arzt mehr

Die ärztliche Versorgung auf dem Land und auch im Donnersbergkreis macht schon seit langem Sorge. Ältere Ärzte gehen in den Ruhestand, Nachwuchs ist kaum in Sicht. Wie akut die Situation jetzt schon ist, zeigt sich gerade im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Rockenhausen. Seit 2021 hat Nina Winter-Wiese den Standort schon alleine betreut, nachdem Andreas Gräser Oberarzt im Westpfalz-Klinikum wurde. Nun verlässt sie aus privaten Gründen das MVZ, womit dort die Türen erst einmal auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich bald wieder jemand findet, sodass die Patienten wieder ortsnah von einem Arzt behandelt werden können. Wenn Sie also zufällig einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit einer D-Zulassung kennen, der gerade auf der Suche nach einer Praxis ist, geben Sie ihm diese Empfehlung doch gerne einfach weiter.

Kalender: Keine Zeit mehr

Geht es Ihnen auch so beim Blick auf den Kalender? Man kann es fast gar nicht glauben, aber am Dienstag ist schon der 1. November. Und so schön es ist, dass Allerheiligen ein Feiertag ist, macht er uns doch bewusst, dass das Jahr bald schon wieder vorüber ist. Tatsächlich geht es wieder stark auf Weihnachten zu. In 30 Tagen feiern wir den ersten Advent. Zu dieser verzerrten Zeitwahrnehmung trägt wahrscheinlich auch etwas das Wetter bei, das uns in dieser Woche ja wieder oft bis 20 Grad verwöhnt hat. Winterjacke, Mütze und Schal können momentan noch getrost im Schrank hängengelassen werden. Immerhin: Auch wenn die Zeit rennt, wird uns zumindest am Wochenende eine Stunde mehr geschenkt. Die Uhren werden umgestellt – und zwar in die „richtige“ Richtung, also zurück. Die kann man ja dann nutzen, um sich gedanklich auf die Winterzeit vorzubereiten oder einfach eine Runde länger zu schlafen.

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