Ruppertsecken/Marienthal Immenses Projekt: Unterschiedliche Meinungen zu Freiflächen-Photovoltaikanlage mit über 30 Hektar

Das Projekt soll an der K34 realisiert werden.
Das Projekt soll an der K34 realisiert werden.

Auf mehr als 33 Hektar Fläche könnte sich bald ein Solarpark auf den Gemarkungen Ruppertsecken und Marienthal erstrecken. Ein immenses Vorhaben des Projektentwicklers „Altus“. Der Ruppertsecker Rat hat für 13 Hektar zugestimmt. In Marienthal ist die Gefühlslage allerdings eine völlig andere.

Südlich der Ortslage Ruppertsecken, an der Kreisstraße 34, soll das Großprojekt entstehen. Und der Gemeinderat in Ruppertsecken hat für seinen Anteil nun zumindest den Aufstellungsbeschluss verabschiedet. „Wir wollen es als Rat auf den Weg bringen und das vor allem noch vor der Kommunalwahl und den Sommerferien“, erklärte Ortsbürgermeister Siegmar Portz. Bedenken könnten dann ja auch noch im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingebracht werden. Für Portz überwiegen jedoch klar die Vorteile des Solarparks. „Allein mit Blick auf den Haushalt bleiben ja wenig Möglichkeit, sich da in Zukunft besser aufzustellen oder überhaupt Einnahmen zu generieren“, sagte er. Durch Freiflächen-Photovoltaik könne gegebenenfalls also auch vermieden werden, mittelfristig die Grundsteuer B erhöhen zu müssen, um Investitionen stemmen zu können.

Marienthal hält Projekt für zu groß dimensioniert

Zum Vorhaben des Projektentwicklers zählen aber eben auch noch 20 Hektar Fläche auf Marienthaler Gebiet. Aus diesem Grund waren Ortsvorsteher Thomas Bauer und Stellvertreter Rudolf May auch bei der Sitzung in Ruppertsecken mit anwesend. „Wir fühlen uns ein bisschen erschlagen von dem Vorhaben“, erklärte Thomas Bauer. „Das ist schon auch ein massiver Eingriff in Natur und Land“, so der Ortsvorsteher. Generell spricht sich Bauer für Photovoltaik auf der eigenen Gemarkung aus – aber eben nicht in dieser Größenordnung. „Es wird da noch weitere Gespräche geben und man wird sehen, ob die Fläche nicht noch verkleinert werden kann“, sagte er.

Der Projektentwickler „Altus“ hat sich und sein Vorhaben auch im Marienthaler Ortsbeirat bereits vorgestellt. Über einen Aufstellungsbeschluss ist dort jedoch bislang noch nicht abgestimmt worden.

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