Kalkofen RHEINPFALZ Plus Artikel Der neue Bürgermeister Christoph Küsters will viele Projekte angehen

Christoph Küsters (rechts) bei der Vereidigung zum neuen Ortsbürgermeister von Kalkofen. Zuvor hatte dieses Amt lange Willi Scha
Christoph Küsters (rechts) bei der Vereidigung zum neuen Ortsbürgermeister von Kalkofen. Zuvor hatte dieses Amt lange Willi Schattauer (links) inne.

Christoph Küsters hat ein großes Ziel: die „dämliche Corona-Pandemie endlich gemeinsam zu besiegen“. Seit Ende März ist der 35-Jährige der neue Ortsbürgermeister von Kalkofen und Nachfolger von Willi Schattauer. Trotz Corona hat er schon jetzt einige Projekte vor.

Küsters kann sich gut vorstellen, dass die Gemeinde im Kampf gegen die Pandemie noch aktiver wird und etwas tut, um das momentane Ausharren und die bislang immer wiederkehrenden Lockdowns etwas erträglicher für die Dorfgemeinschaft zu gestalten. Was er gerade am meisten vermisst, sind die Dorffeste und dass man zusammen feiern kann. „Das unbeschwerte Miteinander gehört einfach zum Leben dazu, gerade in Kalkofen, wo es ein sehr gutes Zusammenleben gibt“, sagt der zweifache Familienvater.

Nach einem Elektrotechnik-Studium ist er bei dem Medizintechnik-Unternehmen Siemens Healthineers als Service-Ingenieur viel im Außendienst tätig. Die beruflichen und die Gemeinde-Termine ließen sich bislang gut kombinieren, da sieht Küsters auch für die Zukunft als Ortsbürgermeister keine unüberwindbaren Probleme.

Mobilfunk und Internet verbessern

Lobend erwähnt der neue Ortschef seine herzliche Aufnahme in der örtlichen Gemeinschaft, seit er mit seiner Familie in Kalkofen wohnt. Gerne habe er sich deshalb bei der Feuerwehr, beim Förderverein „Pro Kalkofen“ oder im Gemeinderat eingebracht. Dort war er zuletzt Beigeordneter, bevor er bei der Wahl am 14. März eindeutig (74,4 Prozent Ja-Stimmen) als Ortsbürgermeister gewählt wurde. Dieses Vertrauen wolle er der Dorfgemeinschaft jetzt auch zurückgeben.

Projekte, die laut Küsters schnell angegangen werden sollen, sind die Sanierung das Daches der Leichenhalle sowie die schlechte Mobilfunkversorgung und Internetverbindung. Des Weiteren möchte er Kalkofen noch attraktiver zu machen, die Beweidung von stillgelegten Wingertsflächen ermöglichen und wieder aktiver beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen. Vor knapp 20 Jahren landete Kalkofen bei diesem Wettbewerb landesweit ganz vorne.

Junge Menschen animieren

Auch die Anregung eines Bürgers, sich um eine Partnergemeinde zu kümmern, findet Küsters sehr interessant. Bei all diesen Themenfeldern steht für ihn aber außer Frage, dass alles getan werden muss, um das bislang gute Zusammenleben in Kalkofen dauerhaft zu erhalten. Priorität hat für ihn das höchste Gemeindefest, die „Kerb“. Einige davon, die er als „legendär“ bezeichnet, hat er selbst miterlebt. Für ihn sind dies hohe Güter in einer kleinen Dorfgemeinschaft, die vor der Pandemie von „jung und alt“ gemeinsam richtig gut gelebt wurden und die „einfach zusammenschweißen“ .

Küsters setzt wie bisher auch auf ein gutes Miteinander und eine reibungslose Zusammenarbeit im Gemeinderat und nennt es „Miteinander Hand in Hand arbeiten“. Er hofft für die Zukunft, das er gerade junge Menschen aus der Gemeinde animieren kann, sich im Gemeinderat oder bei der Gestaltung in Kalkofen zu beteiligen und einzubringen. Denn viele Wege müssten in der Zukunft neu gegangen werden, die Zeit bleibe nie stehen.

Aufeinander verlassen können

Als Kritikpunkt sieht er die kommunalen Finanzen – nicht nur in Kalkofen. Hier müsse unbedingt mehr für die Gemeinden getan werden, „denn es ist ja finanziell einfach fast nichts mehr möglich“. Wie sein Vorgänger Willi Schattauer blickt der Neu-Ortsbürgermeister schon ganz stolz auf seine Dorfgemeinschaft in Kalkofen, auf die er sich auch künftig verlassen könne, da ist er sich schon am Anfang seiner Amtszeit ganz sicher.

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