Bad Dürkheim Seebacher Chancen auf Klassenverbleib noch intakt

Fußball-Bezirksligist Rot-Weiss Seebach hat zwar beim neuen Meister VfR Grünstadt 0:2 (0:0) verloren, dennoch können die Rot-Weissen den Ligaverbleib weiter aus eigener Kraft schaffen.
BAD DÜRKHEIM. Der Tabellenführer war klar feldüberlegen, tat sich aber gegen eine sehr konzentriert und konsequent verteidigende Seebacher Mannschaft schwer. „Wir hatten vor der Pause sogar die besseren Möglichkeiten“, sagte Seebachs Trainer Roland Beck. Damit spielte er auf einen gefährlichen Fernschuss von Luca Mock und eine Chance für Pascal Beyer an. Kurz vor der Pause vereitelte auf der anderen Seite Torhüter Christian Kindler mit einer starken Parade den Rückstand. Auch im zweiten Abschnitt bewiesen die Seebacher, warum sie die stabilste Abwehr aller Teams aus der unteren Tabellenhälfte haben. „Beim 1:0 der Grünstadter haben wir uns aber naiv angestellt, waren zu unsortiert“, bemängelte Beck. In dieser Situation wurde der entscheidende Zweikampf verloren und zentral stand der Torschütze völlig frei (65.). „Ich möchte da aber niemandem einen Vorwurf machen. Als Trainer muss man mit Fehlern leben“, zeigte sich der Trainer nachsichtig. Ein Team wie Grünstadt nutze solche Schnitzer eben kaltblütig aus. Zehn Minuten vor dem Ende verwertete der neue Bezirksliga-Meister einen weiteren individuellen Fehler in der Abwehr der Rot-Weissen zum 2:0 – damit war die Begegnung entschieden. Im Anschluss hatte Seebachs Christian Schwindinger noch eine gute Kopfballchance. „Der Sieg des VfR geht völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass sich vor dem entscheidenden Spiel gegen Altdorf-Böbingen keiner verletzt hat“, resümierte Beck. Im letzten Heimspiel im Stadion Trift kam der Aufsteiger über eine torlose Punkteteilung nicht hinaus. „Es war ein 0:0 der besseren Sorte“, sagte Trainer Oliver Spuhler. Er hatte kein Verständnis für manch kritische Äußerung von außen. Mutterstadt habe die viertbeste Abwehr der Liga, sei eine unbequeme und schwer zu spielende Mannschaft. Das müsse ebenso berücksichtigt werden, wie die Tatsache, dass die Saison eigentlich gelaufen sei. „Wir hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und uns bis zur Pause auch etliche gute Chancen erspielt“, verdeutlichte der Übungsleiter. Nur das Tempo habe den Aktionen des SV 1911 gefehlt. Im zweiten Abschnitt ergab sich ein ähnliches Bild. Dürkheim dominierte, kombinierte gefällig, doch der Ball wollte nicht über die Linie. „Ich bin sicher, dass der Knoten platzt, wenn uns das 1:0 gelingt. Dann hätte Mutterstadt die Deckung öffnen müssen und wir Konterchancen bekommen“, bedauerte Spuhler. Im Abschluss verhinderten Pech und Unvermögen einen Treffer. In der letzten Minute hätte der SV bei einer großen Gästechance sogar noch verlieren können. (thl)