Nachgeschenkt Public Viewing: Warum’s manchmal drinnen besser ist

Public Viewing in Berlin.
Public Viewing in Berlin.

Es ist ja in gewisser Hinsicht beruhigend: So ein Nationalspieler leidet unter den gleichen Problemen wie der Rest des Landes. Oder um es mit den Worten des Bundestrainers zu sagen: „Wir haben eine abartige Mückenplage.“ Offenbar stürzen sich die Mistviecher nämlich nicht nur auf Otto-Normal-Fußballgucker. Sie nehmen auch mal ein Schluck von Kroos, Kimmich und Co. Und so scheint das gemeinsame Fußball gucken am eigenen Pool im DFB-Camp momentan nicht – oder nur unter der Inkaufnahme von Juckreiz stattzufinden.

Von einem Schicksal solcher Art hat dieser Tage der Hardenburger Ortsvorsteher Thorsten Brand seine Mitbürger bewahrt. Allerdings nur unfreiwillig. Denn Brand wollte eigentlich während der Kerwe ein Public Viewing des Deutschlandspiels gegen die Schweiz anbieten – gerne auch draußen.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit traten in Hardenburg nicht Mückenschwärme, sondern die Auflagen. „Worauf man da achten muss, das ist schon eine Herausforderung“, sagt Brand im Nachgang. So geht es beim zusammen Fußball schauen offensichtlich auch darum, wie der Verkauf von Lebensmitteln geregelt ist, um die Anzahl der Fußball-Gucker und vieles mehr. Die Hardenburger stellten laut Brand fest: Nicht nur Gema-Gebühr wäre angefallen, sondern auch die UEFA hätte gerne etwas gehabt. „Verhältnismäßig teuer“, nennt der Ortsvorsteher das, was am Ende rausgekommen wäre. Mehr, als das Kerwebudget hergibt. Die Lösung: Ein kleines Public Viewing im Bürgerhaus, wo sich viele Fragen gar nicht stellen, beispielsweise nach der Anzahl der Personen. 30 Leute haben es letztlich geschaut. Die Mücken war dann auch kein Problem. Das ist dem Vernehmen nach auch die Lösung des Bundestrainers: Im Zweifel wird drinnen geguckt.

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