Zwischenbilanz:
Nach schwachem Start Steigerung bei Seebachs A-Junioren
„Die Hinrunde lief besser, als wir das erwartet haben“, sagt Trainer Marcel Beck. Nach Rang acht in der vergangenen Runde ist eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Dabei setzten die Rot-Weissen zunächst den Start in den Sand. Gegen Mittelklasse-Team FSV Schifferstadt gab es eine empfindliche 0:5-Niederlage, dann folgte ein mageres 1:1 beim sieglosen Schlusslicht JSG Lug-Schwanheim/Völkersweiler. „Danach haben wir aber richtig gute Spiele abgeliefert, in denen die Mannschaft eine große Moral bewiesen hat“, betont der Coach.
Rückstände gedreht und am Ende gewonnen
Gegen Spitzenteam TSG Jockgrim machten die Seebacher aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg. Gegen den VfR Friesenheim hieß es schon 2:4, doch in einer begeisternden Aufholjagd riss Rot-Weiss die Partie aus dem Feuer und siegte 5:4. „Das war sicherlich einer der emotionalsten Momente der Hinrunde“, verdeutlicht Beck. Auch der 4:2-Derbysieg bei der JSG Freinsheim/Weisenheim zähle zu den Höhepunkten.
„Ein starkes Umschaltspiel und eine gute Zweikampfhärte zeichnen mein Team aus“, erläutert der Trainer. Seebach steckte auch die Negativserie im Oktober und November gut weg, als es aus vier Partien nur einen Punkt gab. Allerdings fehlte in diesen Begegnungen jeweils nicht viel. Denn alle drei Spiele gingen mit nur einem Tor Differenz verloren. Mit klaren Siegen gegen die Abstiegskandidaten JSG Mutterstadt/Limburgerhof (8:0) und JSG Lug-Schwanheim/Völkersweiler (4:0) verließ Seebach danach die gefährdete Zone und etablierte sich im Mittelfeld. Mit einer 2:4-Heimniederlage gegen die JSG 08/VfB Haßloch ging es in die Winterpause.
Für Spitzenteams reicht Qualität noch nicht
„Bedauerlich ist, dass wir gegen die Topteams zu wenige Punkte geholt haben. Nur gegen Jockgrim gab es einen Sieg, gegen die anderen Spitzenmannschaften haben wir verloren“, konstatiert Beck. Da reiche die Qualität nicht ganz aus, obwohl Seebach in allen Partien genug Möglichkeiten hatte.
Einen Strich durch die Rechnung des Übungsleiters machten auch zahlreiche Verletzungen oder Erkrankungen. Etliche Spieler vom Stammpersonal fehlten teils wochenlang. Auch zum Start der Rückrunde wird dies der Fall sein. „Trotz aller Widrigkeiten bewies die Mannschaft fast immer eine gute Einstellung und Moral. Die Trainingsbeteiligung war ebenso zufriedenstellend wie im Jahr zuvor“, freut sich Beck. Wie der Coach festgestellt hat, habe der eine oder andere Spieler einen großen Sprung nach vorne gemacht, das Team als Ganzes habe sich ordentlich entwickelt.
Coach Beck nennt Platz sechs als erreichbares Ziel
Die besten Torschützen waren Rémi Jahnel (9), der auch die meisten Treffer vorbereitete, und Nils Köster (7). „Marvin Bergner erarbeitete sich mit bedingungslosem Einsatz, Härte und Laufbereitschaft einen Stammplatz, den er bis zu seiner schweren Verletzung nicht abgab“, lobt der Coach. Bruno Ribeiro habe sich als technisch starker Spieler erwiesen, der uneigennützig und mannschaftsdienlich agiere, was ihm Ansehen in Verein und Mannschaft eingebracht habe. Neben Nils Wagner entpuppte sich Niklas Scherrer als zweite Konstante auf der Außenverteidigerposition. „Er ist noch B-Junior, überzeugte aber restlos. Mit seiner Zweikampfstärke und sehenswerter Ruhe am Ball erarbeitete er sich einen hohen Stellenwert im Team“, erläutert Beck.
Wenn alles passe und Rot-Weiss gut in die Rückrunde starte, sei Platz sechs möglich. Eine realistische Einschätzung. Es ist die letzte Halbserie für Coach Marcel Beck, der seinen Trainerposten nach zwei Jahren zum Saisonschluss abgibt.