Bad Dürkheim Mit Schwung und Leichtigkeit

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Virtuos gespielt haben Hornist Wilhelm Bruns und seine Tochter Johanna bei ihrem Programm am Samstag in der Ungsteiner Naturhornakademie. Ihre Darbietung ließ die Zuschauer voller Staunen und Anerkennung auf den Plätzen verweilen. Über 100 Zuhörer hörten der Werke von Ludwig van Beethoven, Edvard Grieg und Johannes Brahms. Mit Pianistin Chiaki Ohara präsentierten die Bruns’ ein außergewöhnliches Programm.

Eröffnet wurde der Abend von Wilhelm Bruns persönlich. Gemeinsam mit Pianistin Ohara widmete er sich der Sonate F-Dur, op. 14. Der Hornist weiß sein ventilloses Naturhorn aufs Effektvollste einzusetzen, wie etwa gleich zu Beginn mit dem fanfarenhaften Einstieg, auf den das Klavier mit galanter Figuration antwortet. Gefühlvoll und kräftig bläst er das nicht leicht zu spielende Instrument. Die Zuschauer spüren förmlich, wie das Duo die Geschichte der Sonate erzählt. Die frohlockenden Rufe des Waldhorns werden von den spannungsgeladenen Anschlägen der Pianistin vorangetragen. Das Allegro moderato beeindruckend präsentiert, wird von Poco adagio quasi andante Rondo und schließlich Allegro Moderato zur Perfektion gebracht. Den Charme der Sonate, teilen sich Horn und Klavier brüderlich. Im zweiten Teil des Abends tritt die junge Johanna Bruns auf die Bühne. Die Schülerin von Ingolf Turban, Christoph Schickedanz, Sebastian Schmidt (Mandelring Quartett) und Erik Schumann (Musikhochschule Frankfurt) ist seit diesem Wintersemester in Hannover bei Ulf Schneider in Ausbildung. Ihre Konzert und Orchestererfahrung ist der Violinistin auch in der Naturhornakademie vom ersten Strich an deutlich anzumerken. Mit Schwung und Leichtigkeit eröffnet sie ihr Spiel der Sonate Nr. 3 von Edvard Grieg. Gemeinsam mit Ohara präsentiert sie sein Werk in Zurückhaltung ihrer eigenen Person und Leidenschaft für die Musik. Das Allegro molto ed appassionato erinnert an einen Sonnenaufgang. Quer durch alle Lagen beherrscht die junge Dürkheimerin ihr professionelles Spiel. Perfekt unterstützt von Ohara, schafft das Duo es, auch im Allegretto espressivo alla Romanza und ebenso im Allegro animato das Publikum in seinen Bann zu ziehen, ja zu verzaubern. Eine ältere Dame sitzt in sich versunken, die Augen geschlossen und in gelauschter Spannung auf ihrem Stuhl und scheint von den Klängen der Musikerinnen beseelt. Nach einer guten Dreiviertel Stunde gehen die Musiker in eine wohlverdiente Pause, bevor sie zum Höhepunkt des Abends gemeinsam das Trio Es-Dur von Johannes Brahms bestreiten. Das Publikum findet viele Worte des Lobes für die Darbietungen des Abends. Nicht nur Vater und Tochter werden gewürdigt. Eine Konzertbesucherin ist besonders begeistert von Oharas Spiel. Die in Osaka (Japan) geborene Pianistin ist eine ausgebildete Solistin sei eine herausragende Begleiterin am Klavier. Die erfahrene Musikerin spielt zurzeit regelmäßig im Duo mit Sandra Leonie Ritter. Mit der Saxophonistin erschien bei „Leondra music“ bereits eine CD. „Es ist einfach toll zu sehen, wie sie sich entwickelt hat“, erklärt Annemarie Rasch aus Waldsee. Sie beobachte die Entwicklung der jungen Violinistin schon seit der Eröffnung der Naturhornakademie im Jahre 2003. Zwei Freinsheimerinnen sind erfahrene Konzertgängerinnen und loben die Inszenierung sowie den musikalischen Vortrag der teilhabenden Künstler in höchsten Tönen. Dass es nicht nur ihnen gut gefallen hat, beweist der tosende Applaus am Ende des Abends. Info Les Amazones präsentieren „Kommet Ihr Hirten“ – Jagdmusik, Hubertusmesse und weihnachtliche Lieder zum Mitsingen am 10. Dezember ab 18 Uhr in der Naturhornakadeime. Karten: 063269999164. |lso

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