Bad Dürkheim Leidenschaftliches Zusammenspiel

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Mit der Notos Chamber Music Academy unterstützt die Pfälzische Musikgesellschaft junge Künstler in ihrer Ausbildung. Acht Absolventen des Meisterkurses haben am Samstagabend das Ergebnis ihrer einwöchigen Probenarbeit mit den vier Mitgliedern des Notos Quartetts im Dürkheimer Haus Catoir vorgestellt.

Das junge und sehr erfolgreiche Kammermusikquartett aus Berlin – Sindri Lederer (Violine), Andrea Burger (Viola), Philip Graham (Violoncello) und Antonia Köster (Klavier) – hat als Dozenten ein neues Konzept für den Kurs entworfen. Die Teilnehmer werden in immer neuen Formationen zusammengestellt vom Duo, Trio, Quartett, Quintett und Sextett bis hin zum Kammerorchester. Genauso verschieden sind auch die Musikepochen der Kompositionen aus Klassik, Romantik und Neuer Musik. Den beeindruckenden Beginn gestaltete das aus Dozenten und Kursmitgliedern zusammengestellte Kammerorchester mit der Suite „Aus Holbergs Zeit“ von Edvard Grieg. Das fünfsätzige Werk ist den höfischen Tanz- und Liedformen des frühen 18. Jahrhunderts nachempfunden und wurde anlässlich des 200. Geburtstags des Dichters Ludvig Holberg im Jahr 1884 komponiert. Dass „Three Easy Pieces“ von Igor Strawinsky eine Meisterschaft am Klavier erfordern, bewiesen Anna Malaya Caterata und Antonia Köster als Duo am Klavier. Mit dem Allegro aus dem „Streichersextett B-Dur op. 18“ von Johannes Brahms kamen drei Schüler der Heidelberger Musikschule, Chiara Stadler (Violine), Alexandra Stannossek (Viola) und Elisabeth Hoffmann (Violoncello), mit den drei Streichern des Notos Quartetts zusammen. Dieses Streichersextett verhalf seinerzeit dem jungen Brahms zum Durchbruch und beeindruckte auch das Publikum im voll besetzten Vortragssaal. Mit dem „Klaviertrio Nr. 2 op 76“ des spanischen Komponisten Joaquin Turina kam eine neue temperamentvolle Klangfarbe in das Konzert. Extra für das Notos Quartett komponierte David P. Graham, Vater des Cellisten, „Gravity“ – ein Werk der Neuen Musik, das als abstraktes Stück den Eindruck der Schwerkraft im Weltall ausdrückt. Das experimentelle Werk auf der Suche nach der Welt von Morgen verlangte vom Ensemble höchste Konzentration und bot dem Publikum ein ungewohntes Klangerlebnis. Das „Klaviertrio Es-Dur op. 100“ von Franz Schubert führte zurück in die Frühromantik und stellte das Können von Misha Favis am Cello unter Beweis, der nach dem Besuch der Yehudi Menhuin School of London am Mozarteum in Salzburg studiert. Zusammen mit den Cellisten Elisabeth Hoffmann, Lennart Schlayer und Philip Graham (Notos Quartett) präsentierte er als Quartett die „Dance Hall Suite“ von Geoffrey Keating, ein stimmungsvolles mitunter eigenwilliges Werk, in dem sich Tango, Foxtrott und Walzer aneinander reihten. Leidenschaftliches Zusammenspiel in harmonischer Form zeigten die Musiker beim „Klavierquintett Es-Dur op. 44“ von Robert Schumann, ehe sich alle gemeinsam mit „Moon River“ vom heftig applaudierenden Publikum verabschiedeten. |dox

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