Bad Dürkheim 75-Jährige stirbt allein in Sauna: Staatsanwaltschaft bestätigt Unglücksfall

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In der Therme in Bad Dürkheim hat es Anfang Dezember einen Todesfall gegeben.

(Aktualisiert am Dienstag um 16.40 Uhr) Dies bestätigte die Dürkheimer Stadtverwaltung am Montagabend auf Anfrage. Laut einem Bericht des Mannheimer Morgen soll eine 75-jährige Frau bereits am 9. Dezember einen Kreislaufkollaps in einer Sauna erlitten haben.

Auch die Staatsanwaltschaft Frankenthal bestätigte den Todesfall in der Therme gegenüber der RHEINPFALZ. Wie in solchen Fällen üblich, habe man ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, erklärte Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz am Dienstagnachmittag. Demnach habe sich nach bisherigem Erkenntnisstand die Besucherin am 9. Dezember abends allein in einer der Saunen befunden. Als einer der Mitarbeiter sich für einen Aufguss in diese Sauna begeben habe, habe die Besucherin auf dessen Nachfrage hin erklärt, dass es ihr gut gehe. „Die Nachfrage war ohne besonderen Anlass im Rahmen eines Gesprächs während des Aufgusses erfolgt“, betonte die Oberstaatsanwältin.

Allein in der Sauna

Später habe die Besucherin einen Kreislaufkollaps erlitten und sei infolge der Einatmung von Erbrochenem verstorben. Dabei sei die Besucherin – weiterhin allein in der Sauna – auf ihrem Sitz zusammensackt. Ein Mitarbeiter habe die Frau in der Sauna gefunden. „Zusammen mit einem weiteren Besucher versuchte der Mitarbeiter, sie zu reanimieren. Dies blieb jedoch ohne Erfolg“, so Brehmeier-Metz.

Weil die Sauna nur im unteren Teil von außen einsehbar gewesen sei, habe man den Zustand der Verstorbenen nach den bisherigen Erkenntnissen von außen nicht erkennen können, so Brehmeier-Metz. Deshalb sehe die Staatsanwaltschaft nach derzeitigem Ermittlungsstand keinen Anlass, im Zusammenhang mit dem Tod der Besucherin gegen andere Personen – etwa wegen unterlassener Hilfeleistung – zu ermitteln.

Beigeordneter spricht von tragischem Fall

„Es ist furchtbar, dass dieser Todesfall passiert ist, aber aus Pietätsgründen wollen wir uns dazu nicht äußern“, sagte auf Anfrage Erster Beigeordneter Claudius Güther (CDU) am Montagabend. Das gebiete der Respekt vor der Verstorbenen, ergänzte der Beigeordnete. Er verwies auf die Frankenthaler Staatsanwaltschaft, die keinen Anlass sehe, aufgrund des Todesfalls gegen andere Personen zu ermitteln. Man habe es hier mit einem tragischen Unglücksfall zu tun, betonte Güther.

Zuvor hatte ein mutmaßlicher sexueller Übergriff am 2. Dezember für Schlagzeilen in der im November eröffneten Wellnesseinrichtung gesorgt. In diesem Fall gingen laut Staatsanwaltschaft einige Hinweise ein.

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