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Pfalz-Ticker

Kohl-Nachlass: Bundesarchiv wartet auf Antwort von Witwe

Das Haus von Helmut Kohl in Ludwigshafen. Foto: DPA

Das Haus von Helmut Kohl in Ludwigshafen. Foto: DPA

Bald acht Monate nach dem Tod von Altkanzler Helmut Kohl hat das Bundesarchiv immer noch keine Auskunft über mögliche amtliche Unterlagen in seinem Privathaus bekommen. „Wir haben noch keine Reaktion von der Witwe“, sagte Archivpräsident Michael Hollmann der Deutschen Presse-Agentur in Koblenz.

Suche nach „staatlichem Schriftgut“



Er hatte Maike Kohl-Richter im Juni 2017 bereits fünf Tage nach dem Tod ihres Mannes in einem „Standardschreiben“ die Hilfe seines Archivs angeboten. Dabei wies er darauf hin, dass „staatliches Schriftgut“ aus der Zeit von Kohls Wirken über das zunächst zuständige Kanzleramt an das Bundesarchiv weiterzuleiten sei.

Warten auf das Kanzleramt



Hollmann sagte nun: „Ich werde nichts weiter tun.“ Er warte ab, was das Kanzleramt unternehme. Mit seinem Schreiben 2017 habe er auch Vorwürfe vermeiden wollen, das Bundesarchiv tue nichts dagegen, dass amtliche Akten in Parteiarchiven mit eingeschränktem Zugang verschwinden könnten. „Ich will mich aber auch nicht von der Kohl-Familie instrumentalisieren lassen“, ergänzte Hollmann. Die Witwe Maike Kohl-Richter und die beiden Kohl-Söhne sind zerstritten.

Kohl-Richter: „Nachlass zusammenhalten“



Der Altkanzler lebte in einem Bungalow in Ludwigshafen-Oggersheim. Im Januar 2018 betonte seine Witwe im Magazin „Stern“, Kohl habe sie für sein Lebenswerk testamentarisch zur legitimen Alleinerbin und Ansprechpartnerin erklärt. Ihm sei es wichtig gewesen, „dass der Nachlass zusammenbleibt und seriös zugänglich ist“. Dazu führe sie Gespräche, aber die Entscheidung etwa über eine Helmut-Kohl-Stiftung müsse in Ruhe getroffen werden. Kohls Sohn Walter hatte eine Stiftung an einem neutralen staatlichen Ort wie etwa dem Bundesarchiv vorgeschlagen. |dpa/lrs

 

 

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