Kultur Kulturnotizen: Chatard und Glienke mit Rückblende 2018 ausgezeichnet

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Die Sieger der 35. Rückblende stehen fest: Der Fotograf Daniel Chatard gewinnt den deutschen Preis für politische Fotografie und die Karikaturistin Amelie Glienke (Hogli) den Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen. Das von der Jury ausgewählte Siegerfoto von Daniel Chatard dokumentiert den Abriss einer Kirche im rheinischen Braunkohle-Tagebaugebiet. Diesen Preis stiftet die Bevollmächtige des Landes beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales, Staatssekretärin Heike Raab. Mit dem diesjährigen Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen wurde Amelie Glienke (Hogli) für ihren karikaturistisch-humorvollen Kommentar zur Situation der SPD im Jahr 2018 ausgezeichnet. Von versilberten Kuchengabeln und Eierbechern bis zu Reiterstandbildern und einem gigantischen Kirchenportal: Das historische Warenarchiv der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) in Geislingen an der Steige ist mit seinen mehr als 11.000 Einzelstücken in das Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg aufgenommen worden. Damit zählt der WMF-Fundus mit seinen Serien- und Einzelstücken aus der mehr als 150 Jahre währenden kunstgewerblichen und industriellen Produktion zu den Kulturdenkmälern von besonderer Bedeutung, die zusätzlichen Schutz verdienen. Zu den bekanntesten Exponaten gehören Haushaltsutensilien aus Cromargan wie Butterdosen, Bestecke und Eierbecher. Das Kupferstich-Kabinett Dresden hat ein seit dem Zweiten Weltkrieg vermisstes Kunstwerk zurückerhalten. Die Zeichnung des flämischen Künstlers David Teniers d. J. (1610-1690) wurde aus Privatbesitz erworben, wie Direktorin Stephanie Buck gestern mitteilte. Das Blatt zeigt einen rauchenden Bauern und seine Frau. „Es ist ein charakteristisches Werk für die niederländische Genrekunst“, erklärte die Kunsthistorikerin. Die Zeichnung gehörte 1945 zu den Kunstbeständen, die Trophäenkommissionen der Sowjetarmee abtransportiert hatten. „Die genauen Umstände des Verschwindens kennen wir nicht“, sagte Buck. Nach Angaben der Direktorin sind erst rund 70 der etwa 5000 verschollenen Werke des Museums zurückgekehrt.

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