1. FC Kaiserslautern
„Wir haben uns ergeben“ – die Stimmen nach der FCK-Niederlage in Köln
Julian Krahl, Torhüter des FCK: Der „Effzeh“ hat ein richtig gutes Spiel gemacht und wir haben nicht dagegen gehalten. Dass du hier verlieren kannst, dass du Zweikämpfe mal verlieren kannst, das ist vollkommen okay. Mir hat es ein bisschen gefehlt, dass wir uns wehren, dass wir alles reinwerfen. Wir haben uns am Ende ergeben. Das ist mir extrem gegen den Strich gegangen.
Luca Sirch, Defensivmann des FCK: Du bist Fußballer, du willst alles geben und jedes Spiel gewinnen. So lange es möglich ist, gibt man alles. Und ich glaube, dass wir alles gegeben haben. Vielleicht war heute auch einfach nicht mehr drin, so ehrlich muss man sein. So ist das leider manchmal im Fußball.
Wir können trotzdem stolz auf uns sein. Ich finde, wir haben eine sehr gute Saison gespielt. Es hat nicht jeder damit gerechnet, dass wir da oben mitspielen. Klar, hatten wir ein paar unnötige Niederlagen. Unterm Strich können wir heute traurig sein, weil wir uns das anders vorgestellt haben. Aber wenn wir auf die Saison blicken, können wir stolz auf uns sein. Und jetzt können wir die Pause genießen.
Thomas Hengen, Geschäftsführer des FCK: Ich fand’ die erste Halbzeit gut. Wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht. In so einem Spiel zählt das Momentum. Wir hatten – glaube ich – die größte Chance zum 1:0. Das wäre ein Stimmungskiller gewesen. Ansonsten müssen wir dem 1. FC Köln neidlos gratulieren zum Aufstieg. Sie haben heute ihre Qualitäten aufs Feld gebracht, haben eine gute Mannschaft. Wir hatten eine andere Ausrichtung in der ersten Halbzeit, haben viel gesehen. Jetzt, kurz nach Spiel, sind alle niedergeschlagen, sind enttäuscht. Wir haben uns das Finale erarbeitet. Der „Effzeh“ hat das für sich genutzt. Wir haben es nicht geschafft. Großen Respekt an unsere Fans, was die am Wochenende in Köln wieder abgezogen, diese Unterstützung. Ein herzliches Danke, was die im letzten Jahr abgerissen haben, war unfassbar. Leider konnten wir uns mit dem Platzsturm nicht verabschieden. Die Mannschaft wäre gerne zu den Fans. Es war eine gute Runde, mit nicht gutem Abschluss.
Dominique Heintz, Verteidiger des 1. FC Köln: Ich war die ganze Woche angeschlagen, habe mich gerade so rechtzeitig fit gemeldet zum Spiel. Es war nicht klar, ob es klappt mit meinem Muskel. Aber ich habe alles reingeworfen. Nach dem 2:0 hat es leider nicht mehr gereicht, aber ich habe gewusst, dass die Mannschaft das zu Ende bringt. Meine Gefühlswelt? Was soll ich sagen? Es gibt keine Worte, es gibt nichts Schöneres. Jetzt sind wir wieder da, nach all den Schwierigkeiten, die wir hatten. Man hat gemerkt, dass eine Menge Druck da war, aber wir haben das super gemacht.
Torsten Lieberknecht, Trainer des FCK: Ich trauere ein wenig der sechsten Minute hinterher, als Ragnar Ache diese Großchance hatte, uns mit 1:0 in Führung zu bringen. Du weißt nie, wie ein Spiel dann läuft. Insgesamt hatten wir danach als Mannschaft, beim Verteidigen, nicht das Level, um das Spiel länger bei 0:0 zu halten. Der 1. FC Köln hat verdient gewonnen, ist verdient aufgestiegen. Herzlichen Glückwunsch, auch zur Meisterschaft!
Friedhelm Funkel, Trainer des 1. FC Köln: Ich habe meiner Mannschaft gesagt: „Wir können den heutigen Sonntag unvergesslich machen. Die deutsche Meisterschaft der U19 – und wir können in die Bundesliga aufsteigen.“ Das wird ein unvergesslicher Sonntag. Und tatsächlich ist es eingetreten.
