Sport RHEINPFALZ Plus Artikel FCK: Becca steigt ein und will „guten Stürmer“ kaufen

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Der potenzielle FCK-Investor Flavio Becca (57) und die Klub-Gremien haben den Einstieg des Milliardärs konkretisiert. Man hat sich auf 45 Millionen Euro Vereinswert geeinigt. Becca will dem 1. FC Kaiserslautern einen neuen Angreifer bezahlen.

Am Montag haben sich Ehrenrat, Beirat, Aufsichtsrat, Geschäftsführung, Vorstand und ein Vertreter des Vereinsrats mit dem potenziellen Großinvestor Flavio Becca getroffen. Herr Becca, was war das Ergebnis?

Es waren sehr gute Gespräche. Die Gruppe hat entschieden, die bisherigen drei Millionen Euro Bürgschaft/Darlehen in Eigenkapital umzuwandeln, basierend auf einem Vereinswert von 45 Millionen Euro, den wir mit dem FCK definitiv abgestimmt haben. Die Entscheidung steht. Wir haben ja dem FCK geholfen, den Spieler Janik Bachmann zu verpflichten, daher haben sich die 2,6 Millionen Euro auf jetzt drei Millionen Euro erhöht. In was werden Sie investieren?
Wir werden uns nicht nur auf die erste Mannschaft konzentrieren. Wir werden auch in den Ausbau des Nachwuchsleistungszentrums investieren. Denn der FCK kann ohne NLZ nicht leben. Wie hoch werden Ihre Investitionen in den FCK sein? Von 25 Millionen Euro ist die Rede.Vorerst die drei Millionen Euro.
Die übrigen Dinge legen wir in den nächsten Wochen fest. Über welchen Zeitraum sollen Ihre Investitionen angelegt sein?
Wir haben von einem Fünfjahres-Plan gesprochen. Eine gewisse Zeitspanne muss man ja annehmen. Das heißt aber nicht, dass wir danach nicht mehr investieren. Warum investieren Sie als Luxemburger Milliardär und Multi-Unternehmer in den FCK?
Wir sind im Sportbereich, vor allem Fußball, Motorsport, Radsport, vor allem in Luxemburg tätig, haben jetzt in Royal Excelsior Virton auch einen belgischen Fußball-Zweitligisten. Wir haben gesagt: Wenn wir einen großen Schritt außerhalb Luxemburgs wagen, dann nach Deutschland. Der deutsche Fußball hat für mich einen höheren Stellenwert als der Fußball in Frankreich oder Belgien, wo es für mich ohne die 50-plus-1-Regel einfacher wäre, in einen Klub zu investieren und auch im Entscheidungsprozess aktiver eingreifen zu können. Und in Deutschland gibt es für mich nur einen Klub, der in Frage kommt: Der FCK – der FCK ist eine Marke, hat dazu eine große Zuschauerkulisse. Ein Fußballspiel ohne Zuschauer zu erleben, das macht keinen Spaß. Wir wollen mit unserer Marke Leopard („Fitness-Power-Drink“, d. Red.) in den deutschen Markt, dabei kann uns das Engagement beim FCK helfen. Zum Kommentar: Becca leidet mit dem FCK und hilft Ist Beirat Michael Littig freiwillig zurückgetreten, oder war sein Rücktritt Bedingung für Ihr Engagement?
Das Angebot, die Absichtserklärung (Letter of intent), in der die Rücktrittsforderung formuliert war, ist zuerst einmal am 6. Mai erloschen. Michael Littig hat dann die lokalen Investoren ins Spiel gebracht. Dann ging eine neue Runde auf. Herr Becca, gab es unmittelbar vor der 3:2-Abstimmung für Ihr Angebot am 16. Mai noch ein Rücktritts-Ultimatum?
Die Absichtserklärung, die ich am 15. Mai noch einmal formuliert habe, berief sich auf die vorherige. Herr Gregorius (Becca-Vertrauter, d. Red.) führte längere Gespräche mit Michael Littig vor der Sitzung und sogar während der Sitzung, um zu sehen, wie ein Rücktritt im Interesse aller Parteien über die Bühne gehen könnte. Da es aber formal und rechtlich für Herrn Littig zu kompliziert war, hat er Herrn Gregorius am 16. Mai gesagt, er würde zurücktreten, wenn der FCK-Beirat sich mehrheitlich für Herrn Becca aussprechen würde, was er getan hat. Nachfrage der RHEINPFALZ am Dienstagnachmittag bei Michael Littig.
Littig sagte daraufhin am Dienstag: „Es gab keine Abstimmung über meinen Rücktritt. Aber das Angebot hat meinen Rücktritt beinhaltet, das hat mir Herr Gregorius am 16. Mai bestätigt. Ich bin nicht zurückgetreten worden. Aber es war ein erzwungener Rücktritt.“ Herr Becca, Sie haben das 0:3 gegen Braunschweig live im Stadion erlebt.
Wir haben das große Problem, dass wir in der Offensive nicht konkret genug sind. Wir werden mit dem Beirat und dem Geschäftsführer Sport reden, ob wir nicht noch in den zehn Tagen, die uns dafür noch bleiben, noch einen guten Stürmer finden. Dafür würde ich, würden wir als Firmengruppe dann auch den entsprechenden Beitrag leisten. Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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