Kultur Südpfalz Literatur: Stipendium der Ponto-Stiftung für Manon Hopf
Die Autorin Manon Hopf hat das mit 10.000 Euro dotierte Residenz-Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung im Herrenhaus Edenkoben für sich entschieden.
Es ist krönender Abschluss ihrer Teilnahme an der zwölften Schreibwerkstatt, die an jeweils drei Tagen im Januar und Juni von Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker und Verlegerin Petra Gropp geleitet wurde und bei großem Publikumsinteresse mit einer öffentlichen Lesung zu Ende ging. Die junge Autorin, die vor zwei Jahren für ihre Arbeit an der Erzählsammlung „Brombeeren, gemauert“ mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis ausgezeichnet wurde und 2016 als Preisträgerin des Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen von sich Reden machte, überzeugte die Jury vor allem durch ihre ungewöhnlichen Textformate, die in der deutschsprachigen Prosalandschaft wie wertvolle Miniaturen glitzern und von einem lyrischen Grundton mit klangvoll-rhythmischem Erzählstrom getragen werden. Man habe es, so Gastgeberin Barbara Stahl, als junger Schriftsteller heutzutage schwer, gegen den gängigen Mainstream anzuschreiben und da wollte die Ponto-Stiftung ein Zeichen der Ermutigung setzen. Manon Hopf hat deutsch-französische Wurzeln, wurde 1990 in Kempten geboren und ist in Isny aufgewachsen. Einem Literaturstudium in Mainz schloss sie das Masterstudium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an, das sie im September abschließen will. Im Februar 2018 wird sie im Herrenhaus Edenkoben einziehen. Dort hat sie dann fünf Monate lang in der Südpfalz Zeit, an ihrer atmosphärisch dichten Kurzprosa, bei der es, wie sie selbst sagt, „um Eine-Welt-Bilder“ und „Landschaftsräume“ geht, zu feilen. Info www.herrenhaus-edenkoben.de, www.juergen-ponto-stiftung.de