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Sport

Klarer Kopf und heißes Herz

FUSSBALL: Jean Zimmer erfrischt den FCK – Heute zu Gast beim SC Paderborn

Trost nach der verspielten 2:0-Führung gegen Union Berlin hatte Jean Zimmer nötig. Links Trainer Konrad Fünfstück. ( Foto: KUNZ)

KAISERSLAUTERN (zkk). Der 1. FC Kaiserslautern muss heute bei der Dienstreise zum Zweitliga-Drittletzten SC Paderborn in der Offensive improvisieren. Kacper Przybylko und Maurice Deville fallen verletzt aus. Linksverteidiger Chris Löwe ist wieder fit. Neu im Lauterer Aufgebot ist Mario Pokar, der Spielmacher der zweiten Mannschaft (Anpfiff: heute, 18.30 Uhr).

 

Jean Zimmer gehört zweifelsfrei zu den herausragenden Spielern im Kader der Lauterer. Jung, ehrgeizig, leistungsbereit. Ein Spieler, der Fußball mit Mut und Leidenschaft spielt. Gleich ob rechts oder links in der Abwehrkette oder links oder rechts auf der Außenbahn – Zimmer ist eine Vielzweckwaffe für Lauterns Trainer.

Ein Muskelfaserriss, am 11. Spieltag in Sandhausen erlitten, hatte den 22-Jährigen ausgebremst. Zimmer fehlte dem FCK in fünf Spielen. Seit seinem Comeback zeigt das pfeilschnelle Eigengewächs wieder, wie wertvoll es für den Erfolg der Mannschaft ist. Sechs Torvorlagen stehen inzwischen auf Zimmers Konto, das erste Saisontor soll möglichst bald folgen. Spektakulär die Flankenläufe, mit denen Zimmer letzten Freitag die Treffer von Ruben Jenssen und Marcel Gaus vorbereitet hat. Aus dem Offensiv-Verteidiger hätte auch ein guter Leichtathlet werden können. „Beim Abi bin ich die 100 Meter in 10,8 Sekunden gelaufen“, verrät der in Landstuhl beheimatete Profi.

„Ich bin ein bisschen schwerer in die Saison gekommen als im Jahr zuvor, in der Zwangspause habe ich mich aber gut erholt“, sagt der Turbo, der die Winterpause nutzte, „das ein oder andere Wehwehchen auszukurieren“. Nach komplett durchgestandener Wintervorbereitung fühlt er sich fit, allenfalls die ob des oft stürmischen Regenwetters widrigen Trainingsbedingungen in den letzten Tagen nerven.

„Die Position ist mir egal, leistungsmäßig hatte ich ja auf keiner Position einen großen Abfall. Wichtig für mich ist, dem Trainer zu demonstrieren, dass ich nicht gefrustet bin, wenn er mich woanders hin stellt. Und sei es von rechts hinten auf Linksaußen“, sagt er auch in Erinnerung an den Treffer von Mateusz Klich zum 2:0 gegen den MSV Duisburg, den Zimmer just nach einem solchen Positionswechsel vorbereitete.

Nach drei Jahren in der Spitzengruppe bewegt sich der FCK derzeit im Mittelfeld. „Es ist eine schwere Saison. Ich denke aber, dass wir eine gute Mannschaft haben, die auch noch einige Siege landen wird. Wichtig ist es, klar im Kopf zu sein – gerade bei einem Gegner wie Paderborn, der mit dem Rücken zur Wand steht.“

Klar im Kopf – das ist Jean Zimmer. So mag er auch nicht von Olympia in Rio im August träumen. Obwohl er ein Kandidat ist. „Ehrlich gesagt habe ich das gar nicht so im Blick. Es wäre natürlich schön, wenn es so käme“, sagt Zimmer. „Ich habe andere Prioritäten – Wochenende für Wochenende Leistung bringen, Spiele gewinnen …“

„Grundsätzlich ist die Bundesliga mein Ziel“, betont Zimmer. Den Traum wird er sich 2016 mit dem FCK nicht mehr erfüllen können. Sein Vertrag läuft bis 2018, aber der Pfälzer ist im Blick der Ersten Liga. Für Zimmer gibt es einen Markt. „Ich versuche Wochenende für Wochenende meine Leistung zu bringen. Dann schauen wir im Sommer, ob ein Angebot kommt, für das es sich lohnt, den 1. FC Kaiserslautern zu verlassen …“

Kontakt mit Weggefährten wie Dominique Heintz (1. FC Köln) und Willi Orban (RB Leipzig) besteht. „Auf das Duell mit Willi freue ich mich“, sagt Zimmer mit Blick auf das Rückspiel Ende April auf dem Betzenberg. Beim Hinspiel fiel das Wiedersehen aus: Orban war gesperrt, Zimmer verletzt.

Zimmer und Co. sind heute auf einen giftigen Gegner eingestellt. Die individuelle Qualität mit Spielern wie Ndjeng, Stoppelkamp, Sylvestr oder Stöger sei weit besser als der augenblickliche Tabellenplatz vermuten lasse, warnt FCK-Coach Fünfstück.

 

So spielen sie

 

SC Paderborn:

Kruse - Ndjeng, Sebastian, Wahl, Hart-herz - Kirch, Pepic - Koc, Stöger, Stoppelkamp - Sylvestr – Es fehlen: Bakalorz (Gelb-Sperre), Lopez (Trainingsrückstand), Vucinovic (Hüftverletzung) 1. FC Kaiserslautern:

Müller - Zimmer, Vucur, Heubach, Löwe - Gaus, Karl, Halfar, Jenssen - Klich - Bödvarsson – Ersatz: Alomerovic, Mockenhaupt, Schulze, Fomitschow, Ring, Pokar, Colak - Es fehlen: Deville (Mitelhandknochenbruch), Przybylko (Band am Sprunggelenk gerissen), Jacob (Reha nach Kreuzbandriss), Osei Kwadwo (Reha wegen Hüftproblemen), Ziegler (Aufbautraining)

Schiedsrichter:

Fritz (Korb) Hinspiel:

0:1.