Unternehmen Leichtes Wachstum bei Pharmakonzern Roche

Am Standort Mannheim des Pharmakonzerns Roche arbeiteten im vergangenen Jahr 250 Mitarbeiter mehr als 2021.
Am Standort Mannheim des Pharmakonzerns Roche arbeiteten im vergangenen Jahr 250 Mitarbeiter mehr als 2021.

Der Pharmakonzern Roche ist im Geschäftsjahr 2022 nur leicht gewachsen. Der nachlassende Rückenwind durch die Corona-Pandemie hat in beiden Sparten – Pharma und Diagnostik – Spuren hinterlassen. Am Standort Mannheim allerdings stieg die Anzahl der Mitarbeiter deutlich.

Die Aktionäre sollen indes eine auf 9,50 Franken erhöhte Dividende je Aktie erhalten, wie die Schweizer am Donnerstag in Basel mitteilten. Ein Jahr zuvor hatte Roche noch 9,30 Franken je Aktie gezahlt.

Der Konzernumsatz legte im vergangenen Jahr um 1 Prozent auf 63,3 Milliarden Franken (63,4 Mrd Euro) zu, zu konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum 2 Prozent. Während die Pharmasparte etwas mehr umsetzte, stagnierte der Erlös im Diagnostik-Geschäft – die Sparte hatte 2021 mit den zahlreichen Corona-Tests allerdings auch überdurchschnittlich stark von der Pandemie profitiert.

Investitionen trotz Rückgang

Unterm Strich sank der Konzerngewinn auf 13,5 Milliarden Franken nach 14,9 Milliarden im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 bleibt Roche vorsichtig und erwartet aufgrund des starken Verkaufsrückgangs bei Covid-19-Produkten um rund 5 Milliarden Franken einen Rückgang der Konzernverkäufe im niedrigen einstelligen Bereich.

Trotz des geringeren Wachstums gegenüber 2021 investierte der Konzern im vergangenen Jahr 327 Millionen Euro in den Standort Mannheim. Außerdem flossen zwischen den Jahren 2018 und 2022 rund 1,14 Milliarden Euro in den Mannheimer Standort – unter anderem für den Bau eines Distributionszentrums und zwei neue Produktionsstätten. Derzeit arbeiten insgesamt 18.000 Mitarbeiter bei Roche in Deutschland. In Mannheim ist die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber 2021 um 250 auf 8650 Mitarbeiter gestiegen (Stand: 31.12.2022).

Herausforderungen für Patientenversorgung

Dennoch sieht Claudia Fleischer, Geschäftsführerin der Mannheimer Roche Diagnostics GmbH, die industrielle Gesundheitswirtschaft in Deutschland zunehmend vor neue Herausforderungen wie hohe Kosten, Fachkräftemangel oder erschwerende politische Bedingungen gestellt. „Das schwächt die Patientenversorgung und die Gesundheitsbranche. Jetzt gilt es, die Weichen zu stellen, um Patientenversorgung und Wirtschaft nachhaltig voranbringen zu können“, so Fleischer.

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