Rheinpfalz Mehr in Versorgung investieren

Mehr Investitionen im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung empfehlen die Wirtschaftsprüfer von Price Waterhouse Cooper (PWC) der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben. Dieser Empfehlung will der Rat bei der Sitzung am Donnerstag (18.30 Uhr) folgen. Geplant ist die Vergabe von Kanalarbeiten in der Helle-Röder-Straße in Waldfischbach-Burgalben und in Höheinöd.

In Höheinöd wird der Kanal in der Ottmar-Mattil-Straße und in der Straße „An der Seiters“ erneuert. In allen Fällen werden dadurch Straßenausbauprogramme der jeweiligen Ortsgemeinden ergänzt. Bereits in der vergangen Sitzung hatte der Rat beschlossen, dass in der Seebergstraße in Heltersberg (Ortsdurchfahrt Richtung Geiselberg) nicht nur die Hausanschlüsse an der Wasserleitung erneuert werden sollen, sondern die gesamte Hauptleitung. Die weist, wie berichtet, eine Besonderheit auf: Sie verläuft direkt unter einem Gebäude der Firma Tehalit hindurch. Das soll geändert werden, die Leitung soll künftig frei zugänglich sein. Auch hier schließt sich die Verwaltung an eine Straßenausbaumaßnahme an. Der Landesbetrieb Mobilität plant, die Straße zu sanieren. Der Rat hatte entschieden, die Planungen für die Wasserleitung (erwartete Kosten: 360.000 Euro) an das Ingenieurbüro sdu Plan zu vergeben. Den Werksabschlüssen 2017, die PWC erstellt hat, stimmte der Verbandsgemeinderat auf Empfehlung des Werksausschusses zu. Im Abwasserbereich gab es einen Gewinn von 469.319 Euro, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird, um künftig notwendige Millionen-Investitionen mit finanzieren zu können. Im Wasserbereich wurde ein Defizit von 45.732 Euro erwirtschaftet. Dieser Verlust wird auf das kommende Rechnungsjahr vorgetragen. Wie berichtet, hatte der Verbandsgemeinderat bereits im Juni einstimmig eine Erhöhung des Wasserpreises und der Gebühren für den Wasserzähler beschlossen. Mit den installierten Fotovoltaikanlagen erzielte die Verbandsgemeinde einen Gewinn von 44.488 Euro. Auch dieser Gewinn wird der allgemeinen Rücklage zugeführt. In den Bereichen Wärmeversorgung (144.875 Euro) und Biogasanlage (96.456 Euro) wurden letztmalig die angefallenen Verluste festgestellt. Hier hatte der Verbandsgemeinderat bereits beschlossen, dass die Verbandsgemeinde alle noch bestehenden Verluste aus diesen Bereichen, die durch den Betrieb der regenerativen Energiewerke wie der Biogasanlage in Höheinöd und durch das dazugehörige Nahwärmenetz, entstanden sind, komplett zu übernehmen. Es geht, wie berichtet, um insgesamt 5,5 Millionen Euro. Zugleich war beschlossen worden, diese beiden Betriebszweige aus der Betriebssatzung zu streichen, da die Verbandsgemeinde die Werke und das Netz 2017 bereits verkauft hat. Durch den Wegfall dieser Betriebszweige in den Werken wird dort Personal entlastet „und kann sich jetzt wieder verstärkt um originäre Aufgaben im Wasser- und Abwasserbereich kümmern“, hatte Verbandsbürgermeister Lothar Weber in den beratenden Ausschusssitzungen daraufhingewiesen, dass den Forderungen der Wirtschaftsprüfer nach mehr Investitionen auch personell besser gefolgt werde könne. Wirtschaftsprüfer Gerhard Klos von PWC hatte im Bereich Wasser wie auch Abwasser darauf hingewiesen, dass die Investitionen in beiden Werken geringer seien als die Abschreibungen. Die Verbandsgemeinde müsse aber ihre Werte erhalten und bei den Investitionen die kommenden 50 Jahre im Blick haben. Die Investitionen sollten mindestens die Abschreibungen decken, lautet die Vorgabe des Wirtschaftsprüfers. Mit Blick auf die Zukunft hat der Werksauschuss wiederholt empfohlen, im Wasserwerk zu überprüfen, ob die aktuelle Verteilung von Wassergebühren (Verbrauch) und wiederkehrendem Beitrag noch zeitgemäß ist. Angesichts einer schrumpfenden Bevölkerung steht der Vorschlag im Raum, den wiederkehrenden Beitrag im Bereich Wasser nicht an die Größe des Wasserzähler zu koppeln, sondern – wie beispielsweise beim Straßenausbaubeitrag – die Grundstücksfläche zugrunde zu legen. Verabschiedet hat der Rat den Nachtragshaushalt 2018, in den das einfließt, was das Gremium seit Sommer intensiv beschäftigte: der Verkauf des Golfclub-Geländes und entsprechende Vermögensberichtigungen (die RHEINPFALZ berichtete).

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