Rheinpfalz Fast wie auf dem echten Bauernhof

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Beste Unterhaltung bekamen am Samstag die Besucher der Hohenöller Kappensitzung geboten. Bereits zum neunten Mal organisierte die Hohenöller Dorfgemeinschaft das bunte und vor allem stimmungsvolle Fasnachtsfest.

14 Beiträge sorgten in der voll besetzten Radsporthalle für eine ausgelassene Stimmung. Erstmalig fand in diesem Jahr der Abend getreu dem Thema „Bauernhof“ statt – dementsprechend war auch geschmückt: Mit viel Mühe und Liebe zum Detail dekorierten die fleißigen Helfer im Vorfeld die Halle, sodass tatsächlich der Eindruck entstand, man sei auf einem echten Bauernhof. Doch nicht nur das Ambiente passte zum Motto, auch die vielen Teilnehmer präsentierten mehrere Auftritte, die die Welt des Bauernhofs auf mehr oder weniger ironische Art und Weise beleuchteten. Den Auftakt des Abends übernahmen die Mädchen des TV Roßbach, die mit ihrem schwungvollen und sportlich anspruchsvollen Gardetanz das Publikum zum Staunen brachten. Daraufhin legte die zehnköpfige Formation der „Little People Show“ einen beeindruckenden Auftritt auf die Bühne, welcher den Männern und Frauen, die zum Großteil ortsfremd waren und von außerhalb angereist kamen, jede Menge Applaus einbrachte. Bevor die „Honeller Jumpers“ mit ihrer Trampolin-Choreographie erneut die Besucher staunen ließen, philosophierten Ute Stude und Horst Müller als altes Ehepaar über die Tücken des alltäglichen Lebens. Die beiden Hohenöller Urgesteine Gerti Klein und Ute Krennrich knüpften nahtlos an die Leistung ihrer Vorgänger an und sorgten in ihren Rollen als Hannes und Gretchen nicht nur beim traditionellen Elferrat, sondern beim gesamten Publikum für einige Lacher. Es folgte Norbert Jung, der in seiner Büttenrede in die Rolle des ortsansässigen Metzgers schlüpfte und dabei zahlreiche Anekdoten aus seinem Beruf zu erzählen wusste. Die Gesangsgruppe der „Heidchensänger“, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern und deren Mitglieder allesamt aus einer einzigen Straße Hohenöllens stammen, rundete die erste Hälfte der Kappensitzung mit drei Liedern ab. Angesichts des immer größer werdenden Zuspruchs der Hohenöller Kappensitzung zeigte sich Anja Killian, Vorsitzende des Elferrats, sehr zufrieden mit der „narrischen“ Veranstaltung: „Toll, was die Leute dieses Jahr wieder auf die Beine gestellt haben. Seit Weihnachten haben wir am Erfolg unserer Kappensitzung gearbeitet. Dass dann auch noch so viele Leute kommen, ist natürlich umso schöner“, zog die 32-Jährige in der Pause eine erste Bilanz. Die Tanzgruppe „Prosecco-Schnallen“ leitete den zweiten Teil des Abends ein. Danach folgte ein Zwiegespräch der beiden Putzfrauen Erna und Lisbeth, welche von Jutta Gräßer und Günter Müller verkörpert wurden und vom aktuellen Ortsgeschehen und den neuesten Gerüchten im Ort berichteten. Als die begeisterten Zuschauer sich wieder beruhigt hatten, zeigten Luisa Reule und Andy Möller einen beeindruckenden Tanz. Bevor die Sitzung mit dem Auftritt des Hohenöller Männerballetts ihr großes Finale fand, sorgten Gisela Möller und Stefanie Müller mit ihren Büttenreden für beste Laune im durchweg bestens aufgelegten Publikum. Umrahmt wurde die Sitzung musikalisch vom Duo „Olli&Ulli“, das neben den vielen anderen Teilnehmern zum Gelingen der Sitzung beitrug. Gegen Ende des Abends gab es neben Zufriedenheit auch Vorfreude: Im nächsten Jahr feiert Hohenöllen zehntes Kappensitzungs-Jubiläum. „Noch ein Grund mehr zu feiern“, brachte es Anja Killian mit lächelndem Gesicht auf den Punkt. |jay

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