SPORT-PLAUDEREI
Wie Corona Pfälzer Organisatoren auf Trab hält
Die Corona-Pandemie hat die Organisation von Training und Veranstaltungen in Sporthallen extrem verkompliziert. Wie haben Sie das erlebt?
Erst im Herbst vergangenen Jahres konnten wir die Halle für Trainingsgruppen und Vereine öffnen, nachdem sie zuvor nur für Kaderathleten zugänglich war. Wir haben die Coronaverordnungen ständig im Blick. Es ist ja vorgegeben, dass der Verband Hygiene- und Durchführungskonzepte erstellt und den Verwaltungen vorlegt, die das dann prüfen. Weil die Stadt Träger der Halle ist, haben wir das immer mit der Stadt abgesprochen. Momentan gilt ja 2G plus, wobei Jugendliche mit 3G kommen können, weil die ja noch nicht geimpft waren im Herbst. Aber mittlerweile ist das ja auch vorangeschritten, so dass 16-Jährige mittlerweile schon geimpft sind. Und dann gibt es noch Sonderregelungen für die ganz Kleinen, die eigentlich gar keine Einschränkungen haben. Das ist schon kompliziert, das umzusetzen und vor allen Dingen auch zu kontrollieren.
Wie haben Sie das im Trainingsbetrieb geregelt?
Wir haben das so geregelt, dass die Vereine und ihre Trainer für die Überprüfung verantwortlich sind. Das geht auch gar nicht anders, weil ja niemand an der Halle sitzen kann, der das ständig prüft und kontrolliert.
Was sind denn die Säulen des Hygienekonzepts für die Pfalz-Hallenmeisterschaften?
Auf Grundlage der geltenden Coronaregelungen habe ich ein Konzept verfasst, das es möglich macht, dass nicht zu viele Leute in der Halle sind. Deshalb haben wir die ursprünglich vorgesehene Kopplung von zwei, drei Altersklassen aufgehoben und diese über den Tag verteilt, so dass die Zahl der Athleten, Betreuer, Trainer und Kampfrichter ein gewisses Maß nicht überschreitet und die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden können. Ich hoffe, dass die nächste Corona-Verordnung nicht weitere Einschränkungen vorsieht. Insbesondere für die Jugend wäre das ganz schlimm, denn dann hätten wir schon ein zweites Jahr, in dem wir für den Nachwuchs wenig anbieten können. Das wäre nicht nur für die Leichtathletik, sondern generell für den Sport schlecht, wenn die Jugend dann gar nicht mehr käme.
Hat allein die Tatsache, dass wieder Wettkämpfe stattfinden, schon einen positiven Effekt?
Ja, das Schöne ist, dass sich durch die Veranstaltungen, die wir jetzt in der Halle durchführen, sich die Zahl der Startpassanträge für junge Sportler rapide erhöht hat. Im vergangenen Monat war es so, dass wir täglich überraschend viele Meldungen hatten. Das ist Konzept, das wir entwickelt haben, betrifft ja nicht nur die Pfalzmeisterschaften, sondern auch am kommenden Samstag die Pfalzmeisterschaften für die U14 und die Kinderleichtathletik und die Rheinland-Pfalzmeisterschaften, die wir auf drei Tage verteilt haben.
Viele Sportler sagen, dass sie glücklich sind, dass endlich wieder Wettkämpfe stattfinden? Verspüren Sie so etwas wie Aufbruchsstimmung?
Ja, schon. Nachdem 2021 die Meisterschaften in der Halle ausgefallen waren und im Sommer nur Meisterschaften, aber keine Sportfeste waren, erleben viele diese Hallenmeisterschaften als willkommenen Auftakt zu einer Saison, in der man hofft, dass es mit Corona langsam zu Ende geht.