Handball
Urgestein Falk und seine wichtige Rolle bei den Eulen
Bei den Heimspielen der Handballerinnen des TV Edigheim sitzt häufig fachkundiges Publikum auf der Tribüne. Jonathan Scholz, bis vor dieser Saison Linksaußen bei den Eulen Ludwigshafen, und Alexander Falk schauen sich dann die Partien der Verbandsliga-Frauen an. Die Lebenspartnerinnen der beiden Handballer spielen nämlich in Edigheim. „Ich feuere sie an, und nach dem Spiel reden wir auch über ihre Leistung“, sagt Falk.
Fachgespräche mit der Freundin
Aktuell hat die Saison bei den Edigheimer Frauen noch nicht begonnen. Daher kann Falk die Darbietungen seiner Freundin nicht analysieren. Doch die Saison der Zweitliga-Handballer der Eulen ist seit Anfang September wieder am Laufen. Mit derzeit 3:7 Punkten ist das Team wahrlich nicht optimal gestartet. Aber Alexander Falk ist seit Saisonbeginn in sehr guter Form: 80 Prozent beträgt seine Wurfquote im Schnitt. „Alex bringt konstante Leistung, ist sehr zuverlässig und absolut vorbildlich“, lobt Eulen-Trainer Ceven Klatt das Ludwigshafener Urgestein.
Seit seinem vierten Lebensjahr spielt der Oggersheimer für die Friesenheimer. Als kleiner Knirps war er Wischer, nun ist er Profi. Nebenher studiert Falk an der Pädagogischen Hochschule fürs Lehramt an Grundschulen. Im Kinderhaus am Ebertpark in Ludwigshafen absolvierte er ein dreiwöchiges Praktikum: „Das hat Spaß gemacht.“ Die derzeitige Situation bereitet ihm auch Freude. „Ich weiß, dass ich viele Minuten spielen kann und will mich zeigen“, sagt Falk.
Konkurrenzlos auf Rechtsaußen
Weil Pascal Durak, der zweite Rechtsaußen den Eulen, momentan kürzertreten muss, ist Falk sozusagen konkurrenzlos auf Rechtsaußen. Das Vertrauen des Trainers beflügelt ihn. Überhaupt ist Falk vom neuen Sportchef angetan: „Er ist sehr offen. Man kann immer mit ihm über alles reden. Er gibt uns Tipps.“ Das war bei Ben Matschke, dem Vorgänger Klatts, auch so. Mit ihm redete Falk häufig, als er sich eine Woche vor dem Saisonstart 2021 in Leipzig den Knorpel quetschte und sich einen Meniskus- und Außenbandanriss im Knie zuzog. Elf Wochen musste Falk pausieren. „Ich hatte in der Jugend mal einen Kahnbeinbruch, aber das hier war die bislang schwerste Verletzung“, erzählt der Handballer. Er musste nicht operiert werden. Zwei Monate schuftete er vier Stunden täglich für seine Rückkehr ins Team. Von der Blessur ist nichts mehr zu spüren.
Am Freitag im Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen werden die Eulen auch einen fitten Alexander Falk brauchen. Nicht nur ihn. „Die HSG ist der Favorit. Wir wollen das Spiel gewinnen, am besten in einer vollen Eberthalle“, sagt Falk: „Denn es macht Bock, wieder vor Zuschauern zu spielen.“ Die haben aber keine guten Erinnerungen an die Spiele der Eulen gegen Nordhorn, denn beide Aufeinandertreffen verloren die Eulen vergangene Saison. „Nordhorn ist für mich der Titelfavorit Nummer eins“, sagt Ceven Klatt. Zuletzt wurde Nordhorn noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Der Klub verpflichtete Daniel Fontaine (Bergischer HC) für den linken Rückraum und den aus Plankstadt stammenden Torwart Jonas Maier vom Bundesliga-Aufsteiger HSV Hamburg. Maier wurde bis zum Jahresende ausgeliehen.
Der Bierwart waltet seines Amtes
Alexander Falk ist fit. Er nimmt seine Aufgaben in der Mannschaft ernst. Falk ist Bierwart. Die Kiste für die Freitagspartie gegen Nordhorn ist schon besorgt. Nun fehlt der Sieg. Denn ein Schluck aus der Pulle als Gewinner schmeckt besser ...