Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Rennen in Offenbach: Lorenz Bock gewinnt letztlich souverän

Der Sprint wurde früh eröffnet, Lorenz Bock siegte.
Der Sprint wurde früh eröffnet, Lorenz Bock siegte.

Lorenz Bock (Fratelli Racing Team) gewann beim 63. 1. Mai-Rennen des RV Offenbach den Großen Preis der Sparkasse Südpfalz der CT und Elite-Amateure. Bei dem Rundstreckenrennen fiel auf den zwölf Runden über 94,8 Kilometer die Entscheidung im Sprint.

„Heute hatte irgendwie niemand so richtig Bock, um Rennen zu fahren“, beschreibt Marc Dörrie (Team Bellheimer Silberpils) das, was die zahlreichen Zuschauer bei sommerlichen Temperaturen auf den ersten neun Runden zu sehen bekamen.

Diese sind schnell erzählt: Das Feld ist beisammen, einzelne Fahrer werden abgehängt und müssen das Rennen aufgeben, gesprintet wird nur in den Prämienrunden. In der zehnten Runde sollte sich das ändern: Jonas Tenbruck (Fratelli Racing Team) und Vorjahressieger Joshua Asel (Team Möbel Ehrmann) enteilten dem Feld schnell auf 20 Sekunden.

Alleine unterwegs

„Zu zweit wäre das perfekt gewesen, leider war ich kurz darauf wieder alleine“, sagte Tenbruck und spielte auf Asels Ausscheiden an, der bei hohem Tempo in ein Schlagloch fuhr und mit technischem Defekt aufgeben musste. Tenbruck hielt die Geschwindigkeit hoch, war auch bei Einfahrt in die Schlussrunde noch 20 Sekunden voraus. „20 Kilometer auf dieser Runde alleine zu fahren ist hart. Ich habe zwar versucht, das Tempo hochzuhalten, am Ende haben aber einfach die Körner gefehlt“, erläuterte Tenbruck, der vier Kilometer vor dem Ende vom Feld geschluckt wurde. Zwar war für ihn der Tagessieg dahin, der Erfolg seiner Mannschaft jedoch weiterhin möglich, da sie in Lorenz Bock einen starken Sprinter in ihren Reihen hatten.

Position muss passen

Es lief auf einen Sprint aus dem Hauptfeld heraus, der, so Bock, nicht erst kurz vor der Ziellinie beginnt: „Drei Kilometer vorher muss die Position passen und man muss darauf achten, nicht im Wind zu sein.“ Die Sprintvorbereitung gehe bis 200 bis 300 Meter vor dem Ziel, bevor „all-out“ getreten werden müsse. „Der Sprint war etwas unkoordiniert, da die Mannschaften nicht mehr gesammelt waren und er schon früh eröffnet wurde“, erzählte der 35-jährige Stuttgarter, der seinen Teamkollegen Martin Reinert am Hinterrad wusste.

Taktik geht auf

Bock siegte letztlich souverän vor Marc Dörrie und Martin Reinert. Dörrie hatte keinen Teamkollegen bei sich, schaute sich die Konkurrenten an: „Mir war klar, dass Lorenz der stärkste Sprinter im Feld ist. Daher hatte ich so ein bisschen Glück, dass ich mich an ihn halten konnte.“ Jonas Tenbruck war mit dem Ergebnis nicht unglücklich: „Unsere Taktik ist dahingehend aufgegangen, dass wir die Gruppen besetzt und Lorenz dann in den Sprint gebracht haben.“

Im Rennen der Amateure gewann Moritz Treue (RSV Concordia Forchheim) vor Jonas Eichardt (Team Pfälzer Land) und Adrian Götz (Team #heimat). 50 Teilnehmer sah das Klapprad-Rennen, über 100 die Fette-Reifen-Rennen.

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