Eishockey
Lehtivuori erlöst Adler kurz vor Schluss
64 Minuten und 58 Sekunden war die Partie alt, da erlöste Joonas Lehtivuori seine Adler. Der Verteidiger schoss kurz vor dem Ende der Verlängerung das goldene Tor und sorgte dafür, dass zwei Punkte auf das Konto der Adler wanderten.
Einen weiteren Grund zur Freude gab es für die Gastgeber schon vor der Partie. Adler-Stürmer Andrew Desjardins feierte nach seiner im Magenta Cup erlittenen Hüftverletzung seine Rückkehr aufs Eis. „Ich fühlte mich sehr gut vorbereitet auf die Partie“, sagte Desjardins. Der Center spielte, als wäre er nie weggewesen.
Desjardins rutscht in die alte Reihe
Wahrscheinlich auch deswegen, weil er in seine angestammte Sturmformation zu Matthias Plachta und David Wolf rutschte. Richtig gefährlich wurde der Rückkehrer erstmals in der 14. Minute, als er einen Abpraller nach Wolf-Schuss verwerten wolle, aber mit seinem Versuch an den Schonern von Andreas Jenike im Tor der Iserlohner scheiterte.
Knapper war es fünf Minuten zuvor, als Adler-Verteidiger Joonas Lehtivuori im Powerplay an Freund und Feind vorbeischoss, aber am Pfosten scheiterte. Auch die Gäste aus dem Sauerland spielten gut mit und kreierten ihrerseits gute Chancen, fanden aber kein Vorbeikommen an Felix Brückmann im Adler-Gehäuse.
Plachta trifft zur Führung
Der Keeper durfte zu Beginn des zweiten Drittel erfreut zusehen, wie seine Vorderleute eine Überzahl erfolgreich abschlossen. Nach Vorarbeit von Markus Eisenschmid traf Matthias Plachta aus dem Bullykreis zum 1:0 in den Winkel. Knapp zehn Minuten später gab es die riesige Chance zum 2:0. In Unterzahl liefen Sinnimin und Leier alleine auf den Iserlohner Schlussmann zu – Leier scheiterte jedoch am Pfosten. Das sollte sich rächen. Griffin Reinhart traf unter gütiger Mithilfe von Tommi Huhtala, der den Puck unhaltbar abfälschte, zum Ausgleich.
Die Entscheidung fällt zwei Sekunden vor Schluss
Die Adler wirkten keineswegs geschockt und machten weiter Druck – auch in eigener Unterzahl. In einer solchen Situation hatten die Gäste erneut Glück, als Plachta mit einen Zwei-auf-Eins-Konter am Goalie der Gäste scheiterte. Die Roosters waren ein unangenehmer Kontrahent, ließen nicht viel zu, weshalb es beim 1:1 nach der regulären Spielzeit blieb.
Erst in der Verlängerung sorgte Lehtivuori für den goldenen Schuss aus Adler-Sicht.
Adler Mannheim: Brückmann - Schira, Katic; Reul, Akdag; Krupp, Lehtivuori; Wirth - Plachta, Desjardins, Wolf; Krämmer, Bast, Leier; Shinnimin, Collins, Eisenschmid; Huhtala, Loibl, Elias
Iserlohn Roosters: Jenike - Ankert, Reinhart; O’Connor, Raymond; Riefers, Baxmann - Steven Whitney, Jentzsch, Lowry; Aubin, Raedeke, Friedrich; Bailey, Grenier, Joe Whitney; Proske, Weidner, Lautenschlager
Tore: 1:0 Plachta (Eisenschmid) 20:40, 1:1 Reinhart (Bailey), 2:1 Lehtivuori (Plachta) 64:58 - Strafminuten: 12:12 - Beste Spieler: Plachta, Bast, Lehtivuori - Jenike, Whitney, Jentzsch - Schiedsrichter: Schrader (Dorst), Steingroß (Bietigheim)