FCK FCK-Innenverteidiger Kevin Kraus kann sich Verbleib auf dem Betzenberg vorstellen

Wieder am Ball, aber noch nicht im Zweikampftraining: Innenverteidiger Kevin Kraus.
Wieder am Ball, aber noch nicht im Zweikampftraining: Innenverteidiger Kevin Kraus.

Ein Geisterspiel, das wäre auch für Kevin Kraus Neuland. Nachdem die Vereine der Dritten Liga mit 10:8 Stimmen für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs votiert haben, könnte auch der Innenverteidiger des 1. FC Kaiserslautern Teil eines solchen werden. „Das ist eine Kopfsache“, sagt der 27-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Wird er ein Roter Teufel bleiben?

Am 16. Mai, so sickerte am Dienstag durch, könnte in der Dritten Liga schon wieder der Ball rollen. In einer knappen Abstimmung haben die Vereine am Montag für eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit votiert – sofern die Politik und Gesundheitsbehörden grünes Licht geben. „Es handelt sich hierbei um das Meinungsbild der Klubs der Dritten Liga, nicht um eine Beschlussfassung“, betonte der Deutsche Fußball-Bund. Das alles ist auch Kevin Kraus nicht entgangen. „Wenn es wirklich so kommen sollte, bin ich selbst gespannt, wie das wird“, sagt er.

Hohe Belastung droht

Gewöhnungsbedürftig sei dies allemal: „Der Fußball lebt von Emotionen.“ Gleichwohl, betont der 1,90 Meter große Verteidiger, habe er sich noch nicht wirklich intensiv damit befasst. „Der Kopf wird in solchen Spielen eine große Rolle spielen. Der Körper weiß schließlich nicht, dass keine Zuschauer im Stadion sind.“

Die Fans – sie werden Kraus auf alle Fälle fehlen. Nicht nur auf dem heimischen Betzenberg, auch auswärts sorgen die Anhänger der Roten Teufel regelmäßig für Heimspiel-Atmosphäre. „Gerade als Abwehrspieler lebt man auch davon, wenn sie uns nach vorne peitschen.“ Sollte es wirklich zu Geisterspielen kommen, muss der Körper auf die dann wohl hohe Belastung mit mehreren englischen Wochen vorbereitet werden. Vergangene Woche hatten die Roten Teufel nach einer fünfwöchigen Zwangspause das Training wieder aufgenommen – in Kleingruppen ohne Zweikämpfe. „Natürlich hätte ich lieber normales Training, aber das ist schon einmal angenehmer, als bei uns im Wald zu laufen. Es macht Spaß, wieder gegen den Ball zu treten und die Jungs zu sehen – wenn auch nur auf Abstand“, erzählt Kraus. Die Pause hatte er im heimischen Wiesbaden bei seiner Freundin verbracht. „Es war schön, dass wir auch mal einen längeren Zeitraum auf diese Weise zusammen hatten.“

Breiter Kader als Vorteil?

Auch am Montag und Dienstag stand wieder ein Mix aus Technik, Ballannahme und Ballmitnahme sowie Athletik auf dem Trainingsplan von Boris Schommers und dessen Team. Klar ist aber auch: Wenn die Saison fortgesetzt wird, bedarf es vorab eines klassischen Mannschaftstrainings mit Zweikämpfen und Kopfbällen. „Da geht es auch viel um das richtige Timing. Normalerweise arbeitet man täglich daran.“ Zwei Wochen Vorlaufzeit vor dem ersten Spiel, so schätzt der Innenverteidiger, seien da schon notwendig. „Sicher wird es erst einmal ungewohnt sein. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich ein Großteil wieder darauf freut, im Wettkampf zu sein“, sagt Kraus.

Die dann hohe Belastung könnte aus seiner Sicht für die Roten Teufel sogar zu einem Vorteil werden. „Ich denke, dass nur ganz wenige Spieler fünf Wochen durchspielen können. Wir haben einen guten Kader mit viel Qualität.“ Gerade deswegen ärgert es Kraus, dass es nach der Winterpause nicht mehr lief, der Mannschaft kein Sieg mehr gelang. Spiele wie gegen den SV Meppen, als er selbst mit einem Kopfball das 1:0 erzielte, seine Mannschaft kurz vor Schluss mit 3:1 führte und am Ende nach einem 3:3 mit hängenden Köpfen vom Platz schlich, oder eine Woche zuvor, als der FCK in Mannheim ein 1:0 nicht über die Zeit brachte, ärgern ihn. „Wir müssen viel an unserem Defensivverhalten nach Führung arbeiten. Da muss man nicht unbedingt schön spielen, sondern mit Mann und Maus sein Tor verteidigen.“

„Fühle mich hier wohl“

Solche Ergebnisse wie gegen Meppen, sagt er, werde es immer wieder im Fußball geben. „Zum Entwicklungsprozess einer Mannschaft gehört es dazu, dass sie aus diesen Spielen lernt.“ Kraus war im Sommer 2018 von Zweitligist 1. FC Heidenheim in die Pfalz gewechselt, um ein wichtiger Bestandteil beim Weg in bessere Zeiten zu sein. Das Projekt reizt ihn auch heute noch.

Doch am 30. Juni läuft sein Vertrag aus – es sei denn, der FCK sollte aufsteigen. Der Verein ist mit dem 27-Jährigen in Gesprächen. Kraus kann sich vorstellen zu bleiben: „Ich fühle mich hier wohl, es muss aber alles passen. Die Mannschaft ist charakterlich top, der Verein ist super, die Fans sind es ebenfalls.“ Nun will sich der Innenverteidiger aber erst einmal auf die nächsten Wochen konzentrieren – und womöglich das erste Geisterspiel seiner Karriere.

Kommentar: Der Betze ohne Fans.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via GlomexSport.

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