Handball
Eulen-Nationalspieler Wagner: „An eigene Nase fassen“
Herr Wagner, kleiner Blick voraus: Die Nationalmannschaft spielt am 13. und 16. April die WM-Qualifikation gegen die Färöer, erst in Kiel, dann in Torshavn. Haben Sie nach der Europameisterschaft im Januar zwischenzeitlich noch mal von Bundestrainer Alfred Gislason gehört?
Ich hatte zuletzt keinen Kontakt zum Bundestrainer und gehöre diesmal nicht zum Kader. Ende des Jahres soll noch ein Lehrgang sein. Mal sehen, wie es dann aussieht.
Die Eulen Ludwigshafen hatten zuletzt in der Zweiten Liga einen Negativtrend mit drei Niederlagen in Folge. Wie kann der aus Ihrer Sicht gestoppt werden?
Das ist eine sehr gute Frage. Ich glaube, jeder muss sich selbst an die eigene Nase fassen und darüber nachdenken, wie er besser spielen kann. Auch wenn wir zuletzt wegen vieler Kranker und Verletzter oft sehr wenige Spieler im Training waren und zum Beispiel selten Sechs gegen Sechs spielen konnten. Wir müssen unsere Fehler aufarbeiten und haben viel Video geschaut. Trainer Ceven Klatt hat auch einige Worte an uns gerichtet. Und klar, wir haben auch Gespräche innerhalb der Mannschaft geführt. Wir müssen uns jetzt Gedanken darüber machen, wie wir dieses Jahr beenden wollen. Es ist wichtig, ein Jahr gut zu beenden, und das muss von allen gewollt sein. Dann kommen wir vielleicht wieder in einen positiven Flow.
Wie kann das schon beim HC Elbflorenz am Sonntag klappen?
Ich erinnere mich, dass wir im Hinspiel in der ersten Halbzeit viele Gegentore bekommen haben. Deren Mittelmann Sebastian Greß hat unheimlich die schnelle Mitte forciert. Und mit Nils Kretschmer und René Zobel haben sie auch zwei gute Halbspieler. Da kommt einiges auf uns zu. Wir müssen in Dresden den Rückzug in den Vordergrund rücken und wieder eine stärkere Abwehr hinstellen. In Bietigheim war die zweite Halbzeit besser, das sollten wir im Kopf mitnehmen. Aber wir müssen noch einiges drauflegen, weil wir da in der entscheidenden Phase zu viele Fehler gemacht haben.