Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Das Selbstbewusstsein der Adler Mannheim ist begründet

Verlässlicher zweiter Torwart der Adler: Arno Tiefensee.
Verlässlicher zweiter Torwart der Adler: Arno Tiefensee.

Die Adler Mannheim fahren selbstbewusst zum Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga. Am Sonntag (16.30 Uhr) ist der Tabellenzweite zu Gast bei Spitzenreiter Red Bull München.

Das Winter Game vergangenen Samstag hat Spuren hinterlassen. Nicht allein, weil die Mannheimer eine Woche lang Zeit hatten, die Niederlage gegen die Kölner Haie aufzuarbeiten. Auch körperlich zollten die Adler Tribut. Weil die Abläufe gerade nach dem Spiel eher suboptimal verlaufen seien, die verschwitzten Spieler noch lange nach Spielende im Freien ausharren mussten, fehlte Torhüter Felix Brückmann unter der Woche erkrankt im Training. Verteidiger Korbinian Holzer nahm sich ebenfalls eine Trainingsauszeit.

Auf Tiefensee ist Verlass

Der Einsatz der beiden am Sonntag ist aber zumindest nicht ausgeschlossen. Und selbst wenn Brückmann ausfallen sollte: Ersatzmann Arno Tiefensee, frisch gekürter „Spieler des Monats“ im Fachblatt „Eishockey Magazin“, hat bereits unter Beweis gestellt, dass er dem Druck ebenfalls standhalten kann. Immerhin hatte er auch Anfang November beim 3:2-Sieg der Adler gegen München zwischen den Pfosten gestanden. „Spielerisch war das sicher bisher das Highlight“, findet der 20-Jährige.

Auch ihn hat Trainer Bill Stewart vor Augen, wenn er von der „guten Entwicklung“ der jungen Spieler spricht. Die mussten in dieser Spielzeit bislang deutlich mehr Verantwortung tragen als von den Adlern geplant und auch vom Trainer gewünscht. Grund dafür: die Verletzungsprobleme im Kader. Die sind auch vor dem Spitzenspiel noch vorhanden. Aber es zeichnen sich zumindest Silberstreifen am Horizont ab.

Die Verletzten drängen zurück

So steht Verteidiger Joonas Lehtivuori mittlerweile wieder voll im Mannschaftstraining, auch wenn er noch keine Spielalternative ist. Stürmer Tim Wohlgemuth werde ab der kommenden Woche wieder eingreifen. Auch Tyler Gaudet steht nach seiner Verletzung zumindest wieder auf dem Eis – allerdings noch ohne echten Belastungstest. „Bei ihm können wir in zwei, drei Wochen mehr sagen“, berichtet Manager Jan-Axel Alavaara. Und dann ist da ja auch noch Lean Bergmann, dessen Leihvertrag bei den Iserlohn Roosters am 27. Dezember ausläuft und der im Anschluss in Mannheim zurückerwartet wird. „Ich bin deshalb für die Zukunft optimistisch“, sagt Bill Stewart. Und diese Zukunft beginnt für die Adler am Sonntag in München.

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