FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Besondere Nachrichten und geschmacklose Provokationen vor dem Derby

Könnte in der Innenverteidigung auflaufen, ist aber angeschlagen: FCK-Defensivmann Tim Rieder.
Könnte in der Innenverteidigung auflaufen, ist aber angeschlagen: FCK-Defensivmann Tim Rieder.

Weiterhin einige offene Personalfragen gibt es beim 1. FC Kaiserslautern vor dem Drittliga-Nachbarschaftsduell am Samstag gegen den 1. FC Saarbrücken. Sehr angetan sind Trainer und Spieler der Roten Teufel von einer Aktion der Lauterer Fans. Dagegen gab es eine geschmacklose Provokation von Seiten des saarländischen Anhangs.

Am 27. März 1993 trafen der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Saarbrücken letztmals in einem Profifußballspiel im Fritz-Walter-Stadion aufeinander. 1:1 endete die Bundesliga-Partie vor 36.901 Zuschauern. Yuri Savichev brachte den FCS in der 22. Minute in Führung. Bjarne Goldbaek glich für die Roten Teufel aus (75.). Lang ist’s her ...

1:1 endete auch das Hinspiel in dieser Drittligasaison am 29. November im Ludwigsparkstadion nach Toren von Kenny Prince Redondo (59.) und dem Ex-Lauterer Maurice Deville (88.). „Wir haben gezeigt, dass wir Derbys können. Wir haben in Mannheim gewonnen. Das ist uns allen in guter Erinnerung. Jetzt wollen wir natürlich auch das zweite Derby gewinnen“, betonte FCK-Trainer Marco Antwerpen am Donnerstag.

Die Suche nach Innenverteidigern

Er wird sich bis kurz vor dem Anpfiff am Samstag (14 Uhr, Magenta Sport, SWR, Liveblog auf rheinpfalz.de) mit der einen oder anderen Personalfrage befassen müssen. Während Alexander Winkler und Anil Gözütok gesperrt fehlen und Kevin Kraus seinen Muskelfaserriss noch nicht auskuriert hat, ist auch der Einsatz der angeschlagenen Jean Zimmer (Adduktorenbeschwerden), Felix Götze und Marvin Senger (beide muskuläre Probleme) fraglich. Tim Rieder zog sich in Lübeck eine Hüftprellung zu. Antwerpen hofft, dass es bis Samstag reicht. „Wir haben angeschlagene Spieler, sind bemüht eine Aufstellung für Samstag zu finden.“

Mit Blick besonders auf die Sorgen in der Defensive und Gedankenspielen von Medienvertretern um eine Dreierabwehrkette meinte der Trainer am Donnerstag: „Ich gehe davon aus, dass wir zwei Innenverteidiger auf dem Platz haben werden.“

Sickinger in „gutem körperlichen Zustand“

Bei solchen Personalsorgen freut es Antwerpen besonders, dass Carlo Sickinger nach seinem im Februar erlittenen Muskelbündelriss im Oberschenkel seit Dienstag wieder im Mannschaftstraining mitwirken kann. „Carlo präsentiert sich ordentlich, hat seine Reha gut genutzt, ist in einem guten körperlichen Zustand. Er ist ein sehr spielstarker Spieler, wir suchen auf der Sechserposition und in der Innenverteidigung händeringend Akteure. Wir sind froh, dass er wieder da ist“, betonte Antwerpen.

Die vergangene englische Woche mit dem 3:1-Heimsieg gegen Halle sowie den Unentschieden gegen den FSV Zwickau (2:2) und beim VfB Lübeck (1:1) habe einiges an Kraft gekostet. „Wir mussten viel Energie in die Spiele reinbringen. Dementsprechend mussten wir nun auch das Training anpassen. Wir sind bemüht, dass bis Samstag die Akkus wieder aufgeladen sind“, sagte der Trainer.

Weit über 100 aufmunternde Mails

Er will im Derby gegen den Tabellenfünften aus dem Saarland in erster Linie auf die eigenen Stärken schauen. „Saarbrücken ist in der Lage, Tore zu erzielen, sehr offensiv zu spielen. Darauf bereiten wir uns vor, versuchen aber gerade in einem Heimspiel zunächst unser Spiel auf den Platz zu bringen“, betonte der 49-Jährige. Der FCS hat in 31 Spielen 54 Tore erzielt, aber auch 44 Gegentreffer kassiert.

Eindruck haben bei Antwerpen wie bei der Mannschaft die weit über 100 Mails von FCK-Fans mit aufmunternden Worten hinterlassen. Die Anhänger glauben an den Ligaverbleib. Die Nachrichten liegen ausgedruckt in der Kabine. „Die Spieler lesen das. Das pusht uns und gibt uns Kraft. So etwas sind überragende Aktionen.“

Provokationen im Vorfeld

Alles andere als überragend ist dagegen das, was in der Nacht auf Donnerstag unweit des Fritz-Walter-Stadions „aufgebaut“ worden ist: Mit einem kleinen Friedhof und mit einem aufgestellten Kindersarg sowie einem Banner sollte so wohl vor dem Derby von saarländischer Seite aus provoziert werden.

Antwerpen fand dafür deutliche Worte: „Solche Aktionen sind geschmacklos. So etwas sollte man keine Aufmerksamkeit zollen. Wir ziehen Motivation aus der sportlichen Rivalität. Das ist der richtige Weg.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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