Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Beim Sieg im Torfestival wacht Mechtersheim erst spät af

Mechtersheims Maximilan Krämer (links) köpft den 1:2-Anschlusstreffer. Waldalgesheims Torwart Andrej Juric fliegt dem Ball verge
Mechtersheims Maximilan Krämer (links) köpft den 1:2-Anschlusstreffer. Waldalgesheims Torwart Andrej Juric fliegt dem Ball vergeblich hinterher.

Zehn Tore fielen im Oberliga-Kellerderby zwischen dem TuS Mechtersheim und der Alemannia aus Waldalgesheim an der Kirschenallee.

Platztausch im Tabellenkeller: Nach dem 7:3 (2:3)-Torfestival überholt der TuS Mechtersheim den SV Alemannia Waldalgesheim und rutscht auf Rang 18. Während für die Alemannen nun schwere Zeiten anbrechen, hat der TuS die Nichtabstiegsränge, die ab Position zwölf beginnen und zu denen der Rückstand sieben Zähler beträgt, noch im Blick.

Das sah zunächst nicht danach aus. Als sich der TuS einen unnötigen Freistoß am Strafraumeck leistete, servierte Nils Gräff diesen an den Fünfmeterraum, wo ihn Pierre Merkel volley zum 0:1 einwuchtete (17.). Dahin war der Plan von TuS-Trainer Yusuf Emre Kasal, der den Schlüssel zum Erfolg darin sah, kein Gegentor zu kassieren. Dann nahm Merkel einen langen Ball aus der eigenen Hälfte wieder direkt: 0:2 (26.). Nur drei Minuten später fanden die Römerberger ein Mittel, wie sie die Gäste knacken konnten: Angriffe über außen. Tufan Kelleci flankte, Max Krämer köpfte ins Tordreieck zum 1:2 ein. Kelleci war auch Ausgangspunkt des nächstens Treffers. Sein Seitenwechsel kam links bei Kaan Özkaya an, der flankte, in der Mitte drückte Evererst Sulejmani den Ball ins Netz (2:2, 35.). Doch die aufkommende Mechtersheimer Euphorie wich nach Merkels drittem Streich schnell wieder der Ernüchterung. Diesmal stand er am langen Pfosten frei (45.+1).

Beruhigungstee zur Pause?

Mit der kalten Dusche ging es in die Kabine, in der Kasal offenbar die richtigen Worte fand. Oder die Waldalgesheimer Beruhigungsmittel im Tee hatten? Jedenfalls kamen die Gäste nur noch körperlich aufs Feld zurück. Sie gewannen keine Zweikämpfe mehr, der TuS agierte nun völlig überlegen, führte die Gäste vor. Auf den Außenbahnen trumpften Kelleci und Mert Özkaya auf, dem zuerst das 3:3 nach einer Ecke gelang (53.), dann das 4:3 per Kopf nach Kelleci-Flanke. Damit hatte der Rechtsaußen an allen vier Treffern seine Aktie. Das 5:3 machte Kelleci dann selbst, nach einem Handelfmeter (68.), ehe er das 6:3 nachlegte, nachdem Mert Özkaya links seinen Gegner mit dem Ball überlaufen und sauber quergelegt hatte (70.). Spätestens das war die Entscheidung, aber noch nicht das Ende. Der TuS machte weiter Druck, Krämer traf noch die Latte (75.), ehe Verteidiger Felix Brand noch eine Flanke von Mert Özkaya nach einer kurzen Ecke zum 7:3-Endstand einköpfte (84.).

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