Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim gehen mit Sieg ins Spiel gegen Löwen Frankfurt

David Wolf (Nummer 89) jubelt über seinen Treffer zum 1:0.
David Wolf (Nummer 89) jubelt über seinen Treffer zum 1:0.

Beim 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) gegen die Iserlohn Roosters meldete sich der bullige Stürmer David Wolf bei den Adler Mannheim zurück. Vier Partien hatte er mit einer Corona-Infektion ausgesetzt.

Ganz klar war die Ausgangslage vor der Partie nicht. So hatten die Adler ihre vorangegangenen beiden Partien vor eigenem Publikum verloren – sicher einer der Gründe für gerade einmal 7356 Zuschauer in der SAP-Arena. Und dann waren auch noch die Iserlohn Roosters zu Gast, die nach dem Trainerwechsel zum ehemaligen Mannheimer Meistermacher Greg Poss ihre vorherigen vier Partien gewonnen hatten, dabei unter anderem beim 6:1 gegen Meister Berlin aufhorchen ließen. Bei den Adlern blieben die Roosters den Nachweis für den Höhenflug schuldig.

Mannheim dominierte nahezu über die gesamten 60 Minuten. Einzig die Tore als Nachweis für die Kräfteverhältnisse auf dem Eis fehlten nach Durchgang eins und auch noch nach 40 gespielten Minuten. „Die Adler waren heute in allen Bereichen besser. Es war nur unser Torhüter, der uns lange die Chance gegeben hat, dieses Spiel zu gewinnen“, resümierte IEC-Trainer Poss und lobte damit zugleich seinen überragenden Torwart Andreas Jenike.

Wolf bricht den Bann

Das sahen Wolf und sein Trainer Bill Stewart ähnlich. „Am wichtigsten war, dass wir geduldig bleiben“, sagte Stewart. Sein Stürmer war nach zwei Durchgängen optimistisch: „Es muss jetzt halt mal einer reinfallen“, sagte er in die Mikrofone des TV-Senders Magenta Sport. Und dann ging er selbst mit gutem Beispiel voran.

„Mark stand an der blauen Linie und ich habe ihm meine Kelle angeboten“, beschrieb der 33-jährige die letztlich schon spielentscheidende Szene. Katic zog ab, Wolf fälschte die Scheibe unhaltbar ab – mit dem 1:0 war der Bann zu Gunsten der drückend überlegenen Gastgeber gebrochen. 33 Sekunden waren da im Schlussabschnitt gespielt.

Vorfreude auf den „Lieblingsfeind“

In der Überzahl direkt im Anschluss legten die Adler aber nicht nach. Deshalb dauerte es bis sechs Minuten vor dem Ende und zu einem trockenen Handgelenkschuss von Borna Rendulic (54.), ehe sich die Verhältnisse auf dem Eis endgültig auf der Anzeigetafel widerspiegelten. Rendulic war es auch, der zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit einem Treffer ins leere Tor den Endstand besorgte.

Die Fans waren da schon längst mit anderen Dingen beschäftigt. Der Gegner vom Freitag, die Löwen Frankfurt, ließ den Blick auf das aktuelle Geschehen verschwimmen. „Es war unüberhörbar, dass sich die Fans auf dieses Spiel freuen“, sagte Wolf mit einem breiten Grinsen. Seit 2011 warten die Fans beider Mannschaften auf ein Aufeinandertreffen der beiden „Lieblingsfeinde“. Gerade rechtzeitig davor sind die Adler mit dem Sieg gegen Iserlohn am Aufsteiger vorbeigezogen. „Uns tut es gut, dass wir mit dem Selbstvertrauen aus zwei Siegen in dieses Derby gehen“, sagte Wolf.

Los geht es am Freitag um 19.30 Uhr in der SAP-Arena.

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