Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel 2:2 gegen Dudenhofen ist für FKP gefühlte Niederlage

Leidenschaftlich verteidigte Dudenhofen – hier Torschütze Yannis Albrecht (in Gelb) gegen FKP-Außenangreifer Luka Dimitrijevic –
Leidenschaftlich verteidigte Dudenhofen – hier Torschütze Yannis Albrecht (in Gelb) gegen FKP-Außenangreifer Luka Dimitrijevic – den Punkt beim Tabellenzweiten.

Für jene, die es mit dem FK Pirmasens halten, fühlte sich das 2:2 (1:1) am Mittwoch in der Fußball-Oberliga gegen den FV Dudenhofen wie eine Niederlage an, die Vorderpfälzer dagegen feierten den Punkt wie einen Sieg.

Sichtlich gefrustet waren alle beim Tabellenzweiten nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Christopher Groß, während sich beim Gegner alle gut gelaunt abklatschten. Mit einer – der meteorologischen Lage angepassten – Sieben-Tage-Regenwetter-Miene trotteten die FKP-Kicker nach dem obligatorischen Mannschaftskreis zur Pflege des Rasens, den die Stadt Pirmasens als Stadioninhaberin noch vergangenen Freitag, zum ursprünglichen Spieltermin, witterungsbedingt gesperrt hatte. Sie hatten einige herausgerissene Rasenstücke wieder festzutreten.

Defizite in Chancenverwertung

„Der Platz war sicherlich nicht in optimalem Zustand, aber bespielbar“, stellte FKP-Innenverteidiger Yannick Grieß fest. Mit dem Rasen lässt sich der Rückschlag im Aufstiegsrennen in der Tat nicht begründen. Es lag vielmehr an der, wie auch Grieß einräumte, „zu schwachen Leistung in der ersten Halbzeit“ und an den (nicht neuen) Defiziten in der Chancenverwertung.

Die mit viel Elan in der zweiten Hälfte herausgespielten Möglichkeiten hätten gegen die leidenschaftlich verteidigenden, schon früh auf Zeit spielenden Dudenhofener noch zum Sieg reichen müssen. Unfassbar, dass der eingewechselte Sergen Tok in der 64. Minute nach perfekter Linksflanke von Jonas Vogt aus kurzer Distanz nicht das 3:2 machte. „Das war eine Hundertprozentige“, merkte FKP-Coach Martin Gries dazu an. Eher in die Kategorie Pech fällt, dass der schöne Kopfball von Marc Ehrhart nach klasse Vorarbeit von Manuel Grünnagel und Kapitän David Becker an die Latte und nicht ins Tor ging (81.). Auch Miguel Deho köpfte an die Latte des FVD-Kastens (49.).

Ehrharts Patzer

Weitgehend auf Ehrharts Kappe geht allerdings das 1:2 in der 55. Minute. Er bückte sich bei einer Dudenhofener Ecke, anstatt den Ball wegzuköpfen. So landete der Ball erst am kurzen Pfosten und dann durch den nachsetzenden Yannis Albrecht im Netz.

Es war bereits die zweite Führung für den FVD in dieser Partie. Jannik Styblo hatte sich in Minute 26 nach einem Zuckerpass von Michael Bittner im richtigen Moment von Verteidiger Grieß gelöst und getroffen. Grieß wiederum machte nach bewährtem Muster – präzise Freistoßflanke von Kevin Büchler, Kopfball Grieß – das 1:1 (41.), sein bereits siebtes Saisontor. Der in der zweiten Halbzeit viel Dampf machende Rechtsverteidiger Grünnagel schlug die Flanke zum 2:2 (57.), das Becker nach feiner Kopfballvorlage von Luka Dimitrijevic erzielte.

Zufriedener Hoffmann

„Pirmasens ist eine absolute Spitzenmannschaft. Da muss man erst mal dagegenhalten. Den Punkt nehmen wir gerne mit“, sagte der sichtlich zufriedene FVD-Trainer Kevin Hoffmann. Die keineswegs unverdiente 1:0-Führung kommentierte er so: „Wir sind gut ins Spiel gekommen.“

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