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Montag, 29. Juli 2019 Drucken

FCK

Pick ist beim FCK Trumpf

Von Lea Ochssner & Horst Konzok

Wirbelwind: Florian Pick (links) im Duell mit Großaspachs Raphael Dem.

Wirbelwind: Florian Pick (links) im Duell mit Großaspachs Raphael Dem. ( Foto: KUNZ)

Gut 3000 FCK-Anhänger feiern den 3:1 (2:0)-Sieg der Roten Teufel. Florian Pick ist mit zwei Treffern der Mann des Spiels. Morgen (19 Uhr) geht’s gegen Ingolstadt. Vielleicht kann auch Carlo Sickinger wieder mitmischen.

Der Star ist die Mannschaft. Das ist die Botschaft des Kapitäns nach dem 3:1-Sieg des 1. FC Kaiserslautern bei der SG Sonnenhof Großaspach. Morgen Abend am dritten Drittliga-Spieltag kommt mit dem zweimal siegreichen Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt „ein Brocken, der einen Etat hat, der zwei-, dreimal so hoch wie unserer ist“, mutmaßt Christoph Hemlein. Er geht in seiner Rolle auf, kämpft, feuert an, baut auf.

Zwei Platzverweise

„Wir sind eine Mannschaft. Da ist es nicht wichtig, dass einer glänzt. Der Techniker profitiert vom Kämpfer und umgekehrt, einer hilft dem anderen – nur so funktioniert das“, sagt Hemlein, dem der zweifache Torschütze Florian Pick Freiheiten für sein Spiel zuschreibt. „Ich muss defensiv sicher noch eine Schippe drauflegen“, betonte der mit seinen Dribblings Verwirrung stiftende Flügelquirl, der in der Nachspielzeit einen perfekten Konter über den eingewechselten Gino Fechner und Manfred Starke mit dem 3:1 abschloss, das zehnminütige Zittern nach dem Anschlusstor Kai Gehrings beendete. „Ich sollte nach dem 2:1 in erster Linie aufpassen, dass wir nicht noch einen einfangen. Kurz danach gab’s den zweiten Platzverweis, da war uns klar, dass es Räume geben wird“, sagte Fechner. Für ihn hat Trainer Hildmann auch eine Alternativposition in der Abwehrkette ausgemacht.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

„Wir haben versäumt, den Sack früher zuzumachen“, gestand Timmy Thiele, der in der achten Minute das 2:0 nach Vorarbeit des überragend spielenden Dominik Schad markierte. „Auch ich hätte treffen müssen“, räumte Hemlein ein, der das dritte Tor nach einer vergebenen Großchance Janik Bachmanns auf dem Fuß hatte, aber an Torhüter Reule scheiterte (44.). Das 3:0 machen musste auch Manfred Starke, der anstatt abzuschließen auf den schlechter postierten Thiele weiterleitete (64.) und so des Trainers Blut in Wallung brachte. „Ich muss ihn machen“, gab Starke zu, erfreute sich aber „an einem guten, sehr mutigen Auftritt“.

Sickinger: "Erste halbe Stunde überragend"

„Das 2:0 ist ein tückisches Ergebnis“, weiß Joe Matuwila, der ein beherztes Debüt in der Lauterer Innenverteidigung gab, in die Carlo Sickinger nach der Umstellung auf 4-1-4-1 zurückkehrte, mit Leichtfüßigkeit und Übersicht herausragend agierte, nach 49 Minuten verletzt ausschied. „Die erste halbe Stunde war überragend“, sagte Sickinger. Bei ihm gab’s Entwarnung: kein Bänderriss, „nur“ eine Prellung. Einsatz morgen fraglich, aber nicht unmöglich. Ihn ersetzte Kevin Kraus konsequent.

FCK-Trainer Sascha Hildmann sah in der Systemumstellung einen Schlüssel zum Erfolg. „Wir standen so besser, die Abwehr hatte mehr Entlastung“, sah Matuwila im langen Bachmann einen, der für den Lückenschluss sorgte. Wie ein zweiter Sechser, der dann zum Achter oder Zehner wurde, arbeitete Christian Kühlwetter, der Picks 1:0 die Bahn ebnete. Mit riesigem Laufpensum und hohem Tempo begeisterte Kühlwetter, der lieber Stürmer ist, den Trainer. „Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt und zwei sehr schöne Tore gemacht. Von da an haben wir das Spiel fast die ganze Zeit kontrolliert. Durch den Anschlusstreffer kann so ein Spiel zwar auch in eine Richtung gehen, mit der man gar nicht mehr rechnet. Aber am Ende war es ein absolut verdienter Sieg für uns“, befand Hildmann. „Das Gegentor muss ich auf meine Kappe nehmen“, gab sich Offensivverteidiger Schad selbstkritisch, aber auch glücklich nach dem ersten Saisonsieg: „Es war eine super Teamleistung!“ Die krönte Pick, der dabei ist, lange vermisste Effektivität zu erlangen. Ein Chancentod als Torjäger. Auf Umwegen zum Ziel ...

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