Rheinland-Pfalz AfD-Europaliste: Rheinland-Pfälzer gehen leer aus

Die rheinland-pfälzische AfD wird bei der Europawahl am 26. Mai 2019 voraussichtlich keinen Abgeordneten in das Straßburger Parlament entsenden. Auf dem Listenparteitag in Magdeburg hat es in den vergangenen Tagen kein Bewerber auf einen der ersten Listenplätze geschafft.

«MAGDEBURG/MAINZ.»Angeführt wird die europakritische Liste von Co-Parteichef Jörg Meuthen aus Baden-Württemberg, gefolgt von Guido Reil aus Nordrhein-Westfalen und dem stellvertretenden Landesvorsitzenden aus Sachsen, Maximilian Krah. Das nach eigenen Angaben beste rheinland-pfälzische Ergebnis erzielte die frühere stellvertretende Landesvorsitzende und Kritikerin von Landeschef Uwe Junge, Christiane Christen aus dem Rhein-Pfalz-Kreis. Sie kandidierte gegen fünf weitere Bewerber auf Platz sechs und erhielt nach ihren Angaben mit 145 Stimmen die zweitmeisten hinter Nicolaus Fest, der mit 273 Stimmen auf Anhieb das Quorum erreichte. Fest war früher stellvertretender Chefredakteur der „Bild am Sonntag“. Für den gleichen Listenplatz hat AfD-Landeschef Uwe Junge Horst Knopp aus dem Kreis Mayen-Koblenz vorgeschlagen, der laut Christen 33 Stimmen erhalten hat. Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der AfD-Landesverband ein Parteiausschlussverfahren gegen Christen eingeleitet hat. Den Vorwurf, sie habe mit einem Ex-NPD-Funktionär bei der der dem rechten Spektrum zugerechneten Bewegung „Kandel ist überall“ zusammengearbeitet, weist Christen zurück. Auf Platz acht strebte der Landtagsabgeordnete und Bundeschef der Jungen Alternativen, Damian Lohr, einen sicheren Listenplatz an – ebenfalls erfolglos. Es setzte sich Christine Margarete Anderson aus Hessen durch. Ebenfalls ohne Erfolg angetreten war der Historiker und Autor Stefan Scheil aus dem Rhein-Pfalz-Kreis.

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