Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker Drittligist SV 64 muss zurück in die „grüne Hölle“

Bleibt: Kapitän Philipp Hammann (hier im Spiel gegen Saarlouis) hat seinen Vertrag mit dem SV 64 Zweibrücken ligaunabhängig verl
Bleibt: Kapitän Philipp Hammann (hier im Spiel gegen Saarlouis) hat seinen Vertrag mit dem SV 64 Zweibrücken ligaunabhängig verlängert.

Der Farb-Designer, der die Bertha-Benz-Halle in Pforzheim gestaltete, hatte offensichtlich eine Vorliebe für grelles Grün. An diese „grüne Hölle“ haben die Drittliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken keine gute Erinnerung. Hier lieferten sie Ende September beim 18:31 gegen die SG Pforzheim/Eutingen ihr bislang schwächstes Saisonspiel ab. Am Samstag (19 Uhr) gastiert der SV 64 erneut in der Bertha-Benz-Halle, dieses Mal heißt der Gastgeber TGS Pforzheim.

Es geht um zwei Punkte, die im Kampf um den Klassenverbleib interessant sein könnten. Noch steht die TGS – für viele unerwartet – auf einem Tabellenplatz, der bedeuten würde, dass sie nach der Staffelphase in die Abstiegsrunde müsste. Dass dem so ist, daran haben die Zweibrücker ihren Anteil, weil sie die Pforzheimer im Hinspiel zu Hause überraschend mit 31:28 besiegten. Ein Garant des Coups: Torwart Alexander Dörr, der gegen Pforzheim eines seiner besten Spiele im SV-Trikot zeigte.

„Wir können diesen Erfolg richtig einordnen“, sagt SV-Trainer Stefan Bullacher und spielt damit darauf an, dass der TGS mit Florian Taafel und Lucas Gerdon verletzungsbedingt zwei wichtige Spieler fehlten. Taafel und Gerdon sind wieder fit, weiß Bullacher. Beim SV wird sich kurzfristig entscheiden, ob und in welcher Form Tim Götz und Niklas Bayer zum Einsatz kommen können. Beide laborieren an den Folgen der höchst unfairen Fouls aus dem Saarlouis-Spiel.

„Rückrunde der Wahrheit“

Pforzheim hat für sich „die Rückrunde der Wahrheit“ ausgerufen, will noch einen Platz unter den ersten sechs Teams erreichen. „Ganz klar, die haben einen Kader, mit dem sie nominell dort hingehören“, betont Bullacher. Zweibrücken ist also – mal wieder – der klare Außenseiter.

Während die Mannschaft im Training schwitzt, werden auch die Weichen für die kommende Runde gestellt: Kapitän Philipp Hammann, das wichtige Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft, Abwehrchef Tom Grieser und Torwart Alexander Dörr haben ihre Verträge unabhängig von der künftigen Liga-Zugehörigkeit verlängert. Leistungsträger wie Niklas Bayer, Philipp Kockler oder Kreisläufer Kevin Knieps haben noch einen Vertrag für die kommende Saison. Damit steht das künftige Mannschaftsgerüst der Zweibrücker.

Huber geht

Verlassen wird die Zweibrücker Christopher Huber. Huber, der sich in der Vorrunde einen Kreuzbandriss zuzog und nicht mehr zum Einsatz kommen wird, wechselt zur HSG Dudenhofen/Schifferstadt. Trainer des Pfalzliga-Spitzenteams ist der frühere Zweibrücker Spieler David Oetzel. Oetzel ist in Landau, wo Huber lebt und studiert, der WG-Partner des bisherigen SV-Rückraumspielers.

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