Zweibrücken
Zwei neue Mieter für die Hallplatzgalerie
Ein international bekanntes Fitnessstudio und ein europaweit verbreiteter Nonfood-Händler sollen in die Hallplatzgalerie einziehen, teilte die Fondsgesellschaft Mimco Capital in Berlin gestern mit. Namen dürfe man auf Wunsch der Kunden noch nicht verraten, sagte Pressesprecherin Nina Hambruch. Der Nonfood-Laden – „non food“ bedeutet „keine Nahrungsmittel“ – verkaufe preiswertere Produkte für den täglichen Gebrauch und aus dem Bereich Deko, Schreibwaren, Spielsachen. Das schließt einen Elektrofachmarkt oder ein reines Kleidergeschäft aus und passt von der Beschreibung her eher auf Läden wie Tedi oder Kik.
Laut Projektmanager Adrian Gholami wird damit das komplette Obergeschoss vermietet sein. Das Fitnessstudio und der Laden werden jeweils eine Seite des ersten Stocks füllen und sich gegenüber liegen. Derzeit würden alle notwendigen Genehmigungen eingeholt, wenn diese vorliegen, beginnen die Umbauarbeiten. Der Einzug der beiden neuen Mieter ist fürs zweite Halbjahr 2023 geplant. Der Projektmanager geht davon aus, dass es eher Sommer als Weihnachten wird. Das hänge aber auch davon ab, wie schnell die Genehmigungen vorliegen. Sowohl der Eigentümer des Gebäudes als auch die neuen Mieter würden die Räume umbauen. Im Obergeschoss war schon mal ein Fitnessstudio, und einst unter anderem ein Buchladen und ein Bettwarengeschäft.
Mehrere Läden stehen weiter leer
Komplett vermietet ist die Hallplatzgalerie damit aber noch lange nicht. So steht die Ladenfläche direkt links vom Eingang leer. Dort hatte die Parfümerie CB bis vor fünf Jahren eine Filiale. Das Geschäft am Ausgang Richtung Parkhaus, bis Februar ein Geschenke-Shop, ist noch nicht wieder vermietet, und für den Elektroladen Capito, der hinter der Rolltreppe war und an die Schwarzbachbrücke umzog, gibt es noch keinen Nachmieter. Ebenfalls leer steht das Erdgeschoss des Gebäudeteils ganz links, in der vor 20 Jahren auch einmal der Spielwarenladen Cleemann war. „Da versuchen wir, Gastronomie reinzubringen“, sagt Adrian Gholami.
Neben C&A, dem Cap-Markt, dem Lotto- und Tabak-Laden, Mister Lady Jeans, einer Bäckerei und einem Imbiss gibt es in der Hallplatzgalerie drei Arztpraxen. Eine davon werde sich um 135 Quadratmeter vergrößern, kündigte Gholami an. Die Ärzte waren gestern Nachmittag nicht zu erreichen.
Fondsgesellschaft: Da muss man was machen
Die Fondsgesellschaft Mimco Capital wurde 2018 in Luxemburg gegründet. Wie sie die Hallplatzgalerie einschätzt, lässt sich aus der Eigenbeschreibung herauslesen: „Der Fokus liegt auf Investitionen in höherrentierliche Liegenschaften mit Restrukturierungsbedarf“, heißt es in der gestern verschickten Pressemitteilung. Anders ausgedrückt: Aus der Hallplatzgalerie ließe sich schon was machen, man muss dafür aber auch was tun. Als Immobilienspezialist sei Mimco Capital mit Investitionen in Deutschland, Luxemburg und Frankreich aktiv. Zu den besonderen Fähigkeiten zähle die Expertise im Bereich Restrukturierung, Revitalisierung und Projektentwicklung.
Gemanagt wird Mimco Capital von den beiden Gründern und geschäftsführenden Gesellschaftern Bernd von Manteuffel und seiner Schweizer Holding der Jurag AG sowie Christophe Nadal und seiner Luxemburger Inc Holding. In Berlin sitze die deutsche Tochtergesellschaft, die Mimco Asset Management GmbH. In einem Interview mit dem Internet-Blog des Immobilienfonds-Forums hatte Bernd von Manteuffel im Mai 2021 gesagt: „Wir gehen ganz bewusst in B- und C-Städte, wie Dorsten, Lübben oder Zweibrücken. Dort gibt es meist erheblich weniger Investoren-Wettbewerb und vor allem viel mehr Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial.“