Kolumne Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel Wie der SV Ixheim die Favoriten das Fürchten lehrt

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Der SV Ixheim trifft und trifft und trifft in der B-Klasse. Jetzt steht der SVI nach einem 15:0 sogar an der Tabellenspitze – vor den beiden Favoriten.

Torhungrig

Der SV Ixheim war schon in den ersten Spielen gehörig in Torlaune. 3:1 gegen die SG Harsberg-Schauerberg, 4:2 gegen Aufstiegsaspirant SV Großsteinhausen. Zuletzt folgte ein 4:1 beim SV Bottenbach für die Mannschaft von der Römerstraße. Das machte Lust auf mehr, auch weil Konkurrenz gesucht wird für die beiden Spitzenteams der Liga, die SG Weselberg-Linden und den Tabellenzweiten SV Hermersberg II, die schier übermächtig sind in dieser Liga. Doch der SV Ixheim führt nach dem vierten Spieltag die Tabelle an, nun wegen des besseren Torverhältnisses. 15:0 gewann sie gegen den Polizeisportverein aus Pirmasens, der in den vergangenen Jahren immer mal personelle Probleme hatte. Zuvor hatte der PSV schon ein 0:16 gegen die SG Weselberg-Linden hinnehmen müssen, aber auch gegen die Spielgemeinschaft Petersberg/Fehrbach einen Punkt mitgenommen. Mit vier Treffern war Ixheims Lars Schönborn beim Kantersieg der beste Schütze der Ixheimer. „Wir haben einen super guten Start erwischt und sauber weiter gespielt“, fasste der SVI-Vorsitzende Sascha Grimm zusammen, dessen Klub nach 18 Spielminuten bereits mit 5:0 in Führung lag. Ein weitaus höherer Sieg stand da kurzfristig im Raum, wenn man mathematischen Gesichtspunkten die Tür öffnet.

Da stellt sich dann doch die Frage, ob der SVI nicht doch ein wenig länger in der B-Klasse vorne mitmischen und den Teams von der Sickinger Höhe ein Bein stellen kann. „Den Aufstieg nehmen wir gerne. Aber das ist dieses Jahr natürlich sehr schwierig wegen Weselberg und Hermersberg“, meint Grimm. Dennoch sei es das Ziel des Vereins in den nächsten „zwei bis drei Jahren“, wieder in der A-Klasse zu spielen.

Spätstarter

Der SVN Zweibrücken, die Mannschaft von der Hofenfelsstraße muss wohl nochmal verinnerlichen, dass ein Spiel 90 Minuten dauert. Das heißt nicht, dass die Mannschaft von Trainer Andreas Hergert spät noch den Ball aus dem eigenen Netz holen musste, sondern dass sie beim 8:1-Sieg in der A-Klasse gegen den TV Althornbach erst spät damit anfing, Tore zu schießen. Hergerts Mannschaft begann erst in der 31. Spielminute damit, Treffer zu erzielen. Bis zur Halbzeit gelang zumindest noch die Führung. Nach der Halbzeit war es dann Stephan Grauer, der gleich viermal einschoss. „Einfach mal die Chancen genutzt“, fasste Hergert kurz zusammen, was den Umschwung brachte. Wenn es doch immer so einfach wäre.

Nun jedoch müssen die Niederauerbacher auch mal nachlegen, bestenfalls schon im Spitzenspiel beim FK Petersberg. Und wenn es hilft, dann wieder mit dem Mantra „Einfach mal die Chancen genutzt.“ Die Offensivabteilung gibt es her, auch wenn es nicht immer gleich ein 8:1 sein muss.

Anreisechaos

Das lief dann doch nicht ganz optimal, obwohl die Oberliga-Footballer der Pirmasens Praetorians mit 42:0 bei den Neuwied Raiders gewannen. Denn zu einem Football-Spiel fahren die Mannschaften wegen des großen Trosses doch in aller Regel per Bus. Das dies ein Vorteil sein kann, hat sich auch diesmal bewahrheitet. „Es war ein relativ komisches Spiel. Unsere ganzen amerikanischen Spieler sind selbst gefahren und sind auf ihrer Strecke irgendwie in einen Marathonlauf gefahren. Unser Quarterback Justin Jordan ist fünf Minuten zu spät gekommen. Und war deshalb nicht beim Pass-Check, deshalb hat er in der ersten Halbzeit nicht zur Verfügung gestanden“, erklärt Headocach-Niedenzu. Stattdessen musste Niedenzu mit Markus Wennig auf der Quarterback-Position improvisieren und hatte das richtige Händchen, denn zur Halbzeit hatte seine Mannschaft ein 13:0-Polster erspielt.

Ein Glück, dass es beim Football möglich ist, dass Spieler, die nicht auf dem Spielberichtsbogen stehen, zur zweiten Halbzeit dazustoßen dürfen. Denn in der zweiten Spielhälfte zeigte der etatmäßige Quarterback Jordan, warum er so wichtig ist. Steuerte den ersten Touchdown gleich selbst bei und legte drei weitere auf. „Justin gibt unserem Spiel eine andere Dimension“, lobte Niedenzu den Amerikaner, der künftig wohl besser wieder mit dem Mannschaftsbus zu den Spielen fährt.

Benjamin Haag
Benjamin Haag
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