Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel VTZ Saarpfalz schlägt Dansenberg II ohne Glanz und Gloria

Robin Schweitzer (mit Ball) trifft gegen Simon Egelhof zum wichtigen 26:22 für die VTZ Saarpfalz.
Robin Schweitzer (mit Ball) trifft gegen Simon Egelhof zum wichtigen 26:22 für die VTZ Saarpfalz. Foto: Laborenz

Handball: Die VTZ Saarpfalz zeigte gegen den TuS Dansenberg II zwei unterschiedliche Gesichter: einerseits sehr fehlerbehaftet im Spiel, andererseits wieder konzentrierter und mit gutem Zusammenspiel. So wie bei der klasse Ablage von Jonas Mayer auf Martin Mokris am Kreis. Erfolgreich und schön: geht doch.

Als Robin Schweitzer am Freitag nach kurzer Verschnaufpause von der Bank kam und den Tempogegenstoß zum 26:22 erfolgreich abschloss, war klar, dass Handball-Oberligist VT Zweibrücken-Saarpfalz nach zwei Niederlagen in Serie seine kleine Durststrecke überwunden hat. Der Sieg gegen den TuS Kaiserslautern-Dansenberg II war der VTZ nicht mehr zu nehmen: Sie gewann mit 28:22.

Verdient, auch wenn die Partie wenig Glanz und Gloria versprühte. „Wir hatten uns ein bisschen was überlegt. Das hat aber nicht so gegriffen, wie wir es uns vorgestellt haben“, resümierte VTZ-Trainer Danijel Grgic. Eine Idee war es, den schnellen VTZ-Linksaußen Richard Wilga in die Mitte zu stellen, ihn das Spiel lenken zu lassen. Der Plan war, „dass wir unser Spiel dadurch insgesamt etwas schneller machen“, erläuterte Grgic. Das funktionierte nicht. Im Aufbau gab es viele Fehler. Die VTZ, bei der Kreisläufer Erik Zilinczik eine solide Leistung bot, ließ Sicherheit vermissen. Deshalb endete das Experiment Mitte der ersten Halbzeit.

Wirklich besser wurde es danach aber nicht: 15 Fehlwürfe und vier technische Fehler wies die Statistik in den ersten 30 Minuten für die VTZ auf. Mit ein Grund dafür, warum es den jungen Dansenbergern, die auch etliche Fehler machten, gelang, die Partie offen zu halten. Symptomatisch für die ersten 30 Minuten waren die Schlusssekunden vor dem Pausenpfiff: Fünf Sekunden vor Abpfiff traf Tomas Kraucevicius zur vermeintlichen 11:10-Pausenführung. Die Schlafmützigkeit der VTZ nutzte der hellwache Jannik Grunau, der mit dem Halbzeitpfiff noch zum 11:11 ausglich.

VTZ verringert ihre Fehlerzahl

Die Zweibrücker drehten das Spiel in der zweiten Halbzeit zu ihren Gunsten. Weil sie ihre Fehler verringerten, „und wir in etlichen Situationen nicht die richtige Entscheidung getroffen haben“, bilanzierte TuS-Trainer Sebastian Wächter. Dazu habe sich Pech gesellt, verwies er auf mehrere Pfosten- und Lattentreffer der Dansenberger im zweiten Spielabschnitt.

Jannik Grunau warf die Gäste in der 32. Minute zunächst aber erstmals in Führung. Zuvor war Tom Paetow mit einem Gegenstoß gescheitert. Zwei Szenen, die letztlich zur Wende beitrugen. Nach seinem Fehlwurf beim schnellen Gegenstoß wachte Paetow richtig auf, wurde zu einem Schlüsselspieler in der zweiten Hälfte. Er übernahm Verantwortung im VTZ-Team, das nun zeigte, dass es nicht verlieren wollte. Paetow gewann auch in der Abwehr einige Bälle, die unter anderem Schweitzer per Gegenstoß nutzte.

Der bekam nach dem Spiel Lob von seinem Coach und freute sich über den Erfolg. „Der Sieg geht in Ordnung“, bilanzierte der zuletzt oft Außen spielende gelernte Kreisläufer. „Im Moment haben wir halt ein paar Probleme“, sagte Schweitzer. Aber für die gebe es eine Lösung: „Wir müssen einfach konsequent weiterarbeiten, uns konzentrieren, dann gewinnen wir“, meinte er.

VTZ-Youngster Mayer macht’s gut

Paetow hatte das 15:12 erzielt, Schweitzer nach der Auszeit des TuS das 16:12. Für den angeschlagenen Wilga, der auf die linke Außenbahn zurückgekehrt war, kam der junge Jonas Mayer und setzte Akzente. Das 21:13 erzielte er von Linksaußen. Am schönsten VTZ-Treffer des Abends war er maßgeblich beteiligt. Mayer lief von links ein an den Kreis, warf nicht selbst, sondern passte auf engstem Raum auf Martin Mokris, der von der Spielmacherposition an den Kreis aufgelöst hatte und traf. Geht doch: erfolgreich und schön.

So spielten sie

VTZ Saarpfalz: Klöckner - Kraucevicius (5), Wilga, Paetow (10/4) - Brauns (1), Schweitzer (3) - Zilinczik (4) - Mayer (2/1), Rifel (1), Mokris (2)

TuS Dansenberg II: Huber, Egelhof (ab 48.) - Lamotte (4), Wilbrandt (3), Marco Holstein (2) - Bohm, Dettinger - Timo Holstein (5) - Jusufbegovic, Neumann, Jung (3/1), Grunau (4), Schulze (1), Poloczek

Spielfilm: 5:3 (16.), 9:7 (25.), 11:10 (30.), 11:11 (Halbzeit), 11:12 (32.), 17:12 (39.), 24:18 (54.), 28:22 (Ende) - Zeitstrafen: 2:2 - Siebenmeter: 6/5 - 2/1 - Beste Spieler: Paetow, Schweitzer - Grunau - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Antosch/Stadelmeier (Gonsenheim).

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