Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel VB Zweibrücken: Über Ostern endlich die Ladehemmung ablegen

TSC-Trainer David Schwartz.
TSC-Trainer David Schwartz.

Mit einem Doppel-Heimspieltag gehen die VB Zweibrücken ins Osterwochenende. Am Samstag empfangen die Grün-Weißen den TuS Schönenberg (16 Uhr). Am Ostermontag steht für den Vorletzten das Duell gegen einen Tabellennachbarn an. Gegen die SG Oberarnbach/Obernheim-Kirchenarnbach/Bann kommt es am 1. April (15 Uhr) zu einem Sechs-Punkte-Spiel in der Bezirksliga West.

Die VB-Bilanz im Jahr 2024 liest sich miserabel. Alle sechs Partien gewann der Gegner. Blickt man in der Statistik zurück, datiert der letzte dreifache Punktgewinn vom 8. Oktober (3:1 gegen TSG Trippstadt). Danach setzte es zehn Niederlagen und ein Unentschieden. Nur fünf eigene Treffer gelang ihnen in dieser Sieglos-Serie. In den letzten drei Spielen blieb Zweibrücken ohne eigenen Treffer.

Die Suche nach einem Knipser

Und genau da liege laut ihrem Spielertrainer David Schwartz auch das eigentliche Problem: „Uns fehlt ein Knipser, der jetzt einfach schon zehn oder mehr Tore gemacht hat, den haben die anderen Teams, nur wir leider nicht.“ Zum Vergleich: Tabellenführer SV Kirchheimbolanden hat bislang nur 24 Treffer hinnehmen müssen. Die gleiche Anzahl hat die VBZ ihrerseits in 22 Partien erst im gegnerischen Gehäuse untergebracht. Damit stellen sie den schwächsten Angriff in der Bezirksliga. Luca Genova und Dominik Semar sind mit jeweils fünf Toren noch die treffsichersten Zweibrücker.

Probiert haben die Trainer David Schwartz und Felix Brunner schon vieles, um diesen Missstand zu beheben. Schwartz, eigentlich eher im defensiven Mittelfeld angesiedelt, hat sich selbst schon als Zielspieler in den Sturm gestellt, aber ohne Erfolg. „Wir trainieren viel an den Defiziten, aber es entwickelt sich ab einer gewissen negativen Phase auch einfach zu einem Kopfproblem.“ Verständlicherweise läuft in dieser schwierigen Zeit keiner mit einem breiten Grinsen über das Sportgelände. Von Resignation oder Aufgabe ist aber bei den Grün-Weißen nichts zu spüren. „Von den reinen Ergebnissen sind wir berechtigterweise tief unten drin. Allerdings zeigt dies nicht unsere Leistung auf dem Platz“, merkt er an. „Es ist nicht so, dass wir chancenlos sind oder nicht mithalten können“, veranschaulicht Schwartz, „jeder gibt alles, damit wir die Wende schaffen, von daher macht es uns immer noch Spaß, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen, wir kämpfen alle miteinander.“

Trainer glaubt fest an Wettbewerbsfähigkeit

Stimmt die Leistung, die Ergebnisse aber nicht, leidet die Stimmung darunter. Einen Vergleich zur letztjährigen Abstiegssaison in der Landesliga möchte Schwartz zu der im Kern gleichgebliebenen Mannschaft nicht ziehen. „Dieses Jahr ist es absolut anders“, bemerkt er dazu, „jeder möchte den Bock umstoßen, keiner geht halbherzig an unsere Situation ran, sondern gibt alles.“ Die Wettbewerbsfähigkeit sieht er trotz des vorletzten Tabellenplatzes gegeben. „Erst hatten sie kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu.“ Es gibt laut des VB-Spielertrainers viele Fußballsprüche, die auf ihre Lage passen. „Wir treffen vorne nur die Latte, geraten im Gegenzug nach einem Sonntagsschuss in Rückstand. Aus den weiteren Gelegenheiten gelingt uns nichts Zählbares, machen dann irgendwann auf und bekommen noch zwei Konter, das ist meistens unser Spielverlauf.“

Durch einige Spielausfälle ist die Tabellensituation momentan noch etwas wirr. Auch die Zweibrücker haben als Vorletzter zwei Spiele weniger als die meisten in der Liga. Dieses Bild trägt zur prekären Situation einerseits bei, andererseits zeige es ihnen auch, dass der Zug noch nicht vollends abgefahren ist. Mit ein, zwei Siegen am Stück ist ein Heranrücken an die Abstiegslinie und darüber schnell möglich. .„Wir haben März und natürlich beschäftigen wir uns mit der Zukunft, dabei blenden wir die A-Klasse nicht aus, wir glauben aber daran, in der Bezirksliga zu bleiben“, gibt der Softwaretester offen Auskunft. Jetzt stehen für die VBZ drei Heimspiele am Stück an, „da brauchen wir endlich Punkte.“ Vor allem, wenn es sich um direkte Konkurrenten im Abstiegskampf handelt.

Felix Brunner (links, hier im Luftkampf mit dem Battweilerer Maurice Böhr) möchte mit seinem Team über Ostern wichtige Punkte ge
Felix Brunner (links, hier im Luftkampf mit dem Battweilerer Maurice Böhr) möchte mit seinem Team über Ostern wichtige Punkte gegen den Abstieg einfahren.
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